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Rotationskurven

Bei Scheibengalaxien ist die Rotationsgeschwindigkeit einfach messbar, da die Sterne auf annähernd kreisförmigen Bahnen um das Zentrum laufen (es gibt natürlich in einigen Zonen wie Balken signifikante Abweichungen). Für elliptischen Galaxien kann man die Rotationsgeschwindigkeit nicht direkt messen, sondern lediglich eine Strömungsgeschindigkeit. Welche Rotationsgeschwindigkeit ein Stern in einer elliptischen Galaxie hätte, kann allerdings berechnet werden. Interessant ist dieser Wert, weil man ihn mit den flachen Rotationskurven der Scheibengalaxien vergleichen kann - dort nennt man diesen Effekt die ``conspiracy'' der leuchtenden und dunklen Materie. Wie sich zeigt, sind auch die Rotationskurven von Ellipsen ausserhalb eines steilen Anstiegs vom Zentrum ab etwa 0.2 bis 0.3 Halblichtradien flach. In einigen Fällen findet sich ein ``Buckel'' bei 0.3 Halblichtradien und nachfolgend ein leichter Abfall. Die Kreisbahngeschwindigkeitskurven für eine Reihe von Galaxien sind in Abbildung 9 gezeigt.

Abbildung 9: Berechnete Kreisbahngeschwindigkeiten bis zum äusserten kinematischen Datenpunkt aufgetragen. Das ``beste Modell'' ist jeweils aus der Mitte des Konfidenzintervalls gewählt (durchgezogene Linie), die gestrichelten Linien bezeichnen die Modelle an den Rändern des Konfidenzintervalls. Das selbstkonsistente (SC) Modell ist als gepunktete Linie aufgetragen.
\resizebox{\hsize}{!}{\includegraphics{Bilder/vcirc.ps}}


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Andal Kronawitter 2005-10-06