[lacerta]
Auch als Eidechse bekanntes Sternbild am Nordhimmel, irgendwo
zwischen Schwan und Andromeda. Beherbergt den Prototyp der
BL-Lacertae, welche für variable Sterne gehalten wurden,
tatsächlich aber Kerne von aktive Galaxien sind.
Länge
[longitude]
Eine Koordinate in sphärischen Himmelskoordinaten.
[life]
Die Disziplinen Astro- und Exobiologie untersuchen, unter welchen
Bedingungen Lebensformen entstehen können, und wo solche erwartet
werden können. Laut Brockhaus (PC-Bibliotheks-Version) ist
Leben die
Daseinsform aller Organismen, ein komplexes System von
Eigenschaften. Die typischen Merkmalen des Lebendigen sind
Stoff- und Energiewechsel, Wachstum, Reizbarkeit, Bewegung,
Fortpflanzungsvermögen, Vererbung, Individualität,
Mutabilität,
der Besitz von Nucleinsäuren (DNS und RNS) und Proteinen (Enzyme)
und die Fähigkeit, Moleküle selbst zu synthetisieren.
Viren stehen nur scheinbar zwischen Unbelebtem und Lebendigem,
denn es fehlt ihnen lediglich der eigene Stoffwechsel.
Leier
[Lyra]
Ein Sternbild am Nordhimmel. Markantester Stern ist der
Standard A0-Stern Wega. Weiter enthält es den grossen
Ringnebel mit der Messiernummer M57. Dieser ist ein planetarischer$
Nebel.
Leo
[leo]
Sternbild in der Ekliptik, zu deutsch Löwe. Relativ grossflächig.
Hellster Stern ist Regulus.
Leo I
[leo I]
Zwerggalaxie, zum Milchstrassenverbund gehörend. Gilt als eines der
besten Beispiele daf^uuml;r, dass Zwerggalaxien von Dunkler Materie
dominiert
sein müssen.
Leo II
[leo II]
Auch eine Zwerggalaxie der Milchstrasse.
Leo minor
[leo minor]
Im Deutschen auch Kleiner Löwe genanntes kleines Sternbild, vor
allem aus schwachen Sternen bestehend, zwischen dem Löwen und
dem grossen Bären.
Leoniden
[leonids]
Sternschnuppenstrom bzw. Meteoritenstrom. Üblicherweise
Mitte November. Deutliche Maxima mit etwa 32 Jahren Periode.
Leptonen
[lepton]
Über die schwache Wechselwirkung interagierende Teilchen mit
halbzahligen Spin, die der Fermi-Dirac Statistik genügen.
Prominente Beispiele sind die Elektronen, weiter auch die
Myonen, Tauonen und die Neutrinos. Bekannte Wechselwirkungsprozesse
mit Leptonen sind der beta- und der inverse beta-Zerfall.
Leuchtkraft
[luminosity]
Die Energiemenge, die von einem (astronomischen) Objekt in
Form von elektromagnetischer Strahlung ausgesandt wird. Die
Leuchtkraft ist eine (Strahlungs)Leistung. Man beachte, dass
nicht nur das Licht im visuellen Bereich zur Leuchtkraft beträgt,
sondern auch alle anderen Wellenlängenbereiche. Eine Glühbirne
von 100 Watt Leistung sendet nur einen Bruchteil in Form von
sichtbaren Licht aus, einen grossen Teil in Wärmestrahlung.
Leuchtkraftfunktion
[luminosity function]
Leuchtkraftklasse
[luminosity class]
Leuchtturmeffekt
[]
Einige astronomische Quellen, vor allem Pulsare, zeichnen sich durch
regelmässiges Aufblitzen aus. Im Gegensatz zu Pulsationen von Sternen
(woran man bei Pulsar = pulsating star in der ursprünglichen
Namensgebung
denken könnte) kommt dieser Effekt dadurch zustande, dass der - im
Fall von
Pulsaren - Neutronenstern hauptsächlich entlang einer Achse leuchtet,
und
nicht wie ein gewöhnlicher Stern mehr oder weniger gleichmässig
in alle
Richtungen. Der Grund dafür ist, dass man bei Pulsaren vor allem
sogenannte Synchrotronstrahlung beobachtet (die man in irdischen
Physiklabors in einem Synchrotron auch erzeugen kann). Diese Art von
Strahlung entsteht, wenn sich relativistische, elektrisch geladene
Teilchen in einem Magnetfeld bewegen. Das Magnetfeld zwingt die Teilchen
auf eine korkenzieherähnliche Bahn um die Magnetfeldlinien herum, und
durch die Beschleunigung (Abweichung von einer geraden Bahn bedeutet immer
eine Beschleunigung) wird elektromagnetische Strahlung senkrecht zur
Bewegungsrichtung ausgesendet - also parallel zu den Feldlinien.
So weit, so gut. Eine weitere Zutat ist noch nötig, um aus einem
Neutronenstern eine Pulsar zu machen: Die Achse des Magnetfeldes darf
nicht identisch mit der Rotationsachse sein (also wie bei der Erde, bei
der
der geografische Pol vom magnetischen Pol auch abweicht). Am einfachsten
kann man sich vorstellen, dass die beiden Achsen aufeinander senkrecht
stehen. In diesem Fall sieht man den Pulsar immer dann, wenn man sich in
Verlängerung der Magnetfeldachse befindet, und in genau diesem Fall
sieht
man pro Umdrehung den Pulsar zweimal blitzen, einmal vom magnetischen
Nord-, und einmal von magnetischen Südpol. In allen anderen
Fällen
(also Magnetfeldachse nicht gleich Rotationsachse und beide nicht
senkrecht
aufeinander) sieht man den Pulsar nur einmal aufblitzen.
[deflection of light]
Die Beugung des Lichts an der Sonne durch deren Gravitationsfeld. Am
Sonnenrand beträgt sie 1,75. Dieser Effekt kann bei
Sonnenfinsternissen beobachtet werden. Er entspricht einer
Gravitationslinse.
Lichtbrücke
[light bridge]
Lichtgeschwindigkeit
[velocity of light]
Ausbreitungsgeschwindigkeit von elektromagnetischen Wellen. Die
Lichtgeschwindigkeit ist abhängig vom Medium (z.B. Licht ist
langsamer in
Glas als in Luft) und von der Wellenlänge. Die
Vakuumlichtgeschwindigkeit
hat einen Wert von 299792458 m/s. Die Lichtgeschwindigkeit ist die
höchste
Geschwindigkeit, mit der Informationen übertragen werden können,
und damit
auch die grösste Reisegeschwindigkeit.
Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und deren endlicher Wert sind das
Rückgrat der Speziellen Relativitätstheorie.
Lichtjahr
[light year]
Die Distanz, die ein Photon ohne Wechselwirkung (im Vakuum) in einem Jahr
zurück legt. Das sind etwa 1016 m oder anschaulicher 10
Billionen Kilometer.