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Kalender
[calendar]
Kallisto
[Callisto]
Der äusserste (mittlerer Abstand 188300 km) und mit 4800 km
Durchmesser zweitgrösste der galileischen Jupitermonde.
Kanopus
[Alpha Carinae]
Siehe Canopus.
Kapteyn-Felder
[selected areas]
Alternativer Begriff für Eichfelder.
Kastor
[Castor]
Kataklysmische (Doppelstern)Systeme
[cataclysmic binary]
Kataklysmische Veränderliche
[cataclysmic variable]
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K-Band
[K band]
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Kegel
[cone]
Eine geometrische Figur, die einem Zaubererhut gleicht. Man kann sie durch
Aufrollen eines Stück Papiers erhalten, wenn man darauf achtet, dass
sich
dabei eine Spitze bildet. Als Grundfläche besitzt ein Kegel einen
Kreis,
der sich auf eine Spitze hin verjüngt.
Kegelschnitt
[conic section]
In Gravitationspotenzialen mit einer Zentralkraftquelle
(z.B. Sonne) laufen Testteilchen (wie Planeten oder Kometen) auf Bahnen,
die nach ihrer geometrischen Entsprechung Kegelschnitte genannt werden.
Diese Bahnformen erhält man dadurch,
dass man durch einen Kegel verschiedene Schnitte macht. Die
möglichen Bahnformen Kreis, Ellipse, Parable und Hyperbel sind in
Abbildung (Kegelschnitte) gezeigt.
Darstellung der Kegelschnitte: durch einen
Schnitt parallel zur Kegelgrundfläche erhält man einen Kreis.
Durch Schnitte, die flacher sind als der Öffnungswinkel des Kegels,
bekommt man Ellipsen. Wenn man parallel zum Kegelmantel schneidet,
dann ist das Ergebnis eine Parabel. Noch steilere Schnitte ergeben
eine Hyperbel.
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Kelvin
Einheit für die Temperatur. Benannt nach Lord Kelvin, der vor seiner
Erhebung in den Adelsstand als Herr Thomson Beträge unter anderem
zur Theorie der Streuung leistete. 0 Grad Celsius = 273.15 K
Keplersche Gesetze
[Kepler's laws]
Keplersche Gleichung
[Kepler's equation]
Kernfusion
[nuclear fusion]
Kernspaltung
[nuclear fission]
Das Spalten von Atomkernen. In der Regel zerfallen sehr schwere chemische
Elemente in entsprechend leichtere. Von den schwersten Elementen bs zum
Eisen bringt die Kernspaltung Energiegewinn; aus diesem Grund wird sie in
irdischen Kernkraftwerken und in Kernwaffen eingesetzt. Im Inneren von
Planeten ist der Zerfall von schweren Elementen, meist in Form
von Alphazerfall, eine der Energiequellen, die das Innere auf relativ
hohen
Temperaturen halten.
Kernverschmelzung
[nuclear fusion]
keV
Abkürzung für Kiloelektronenvolt
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Kilo
Abkürzung (Vorsilbe) für Tausend. In Formel mit k
bezeichnet.
Kiloelektronenvolt
Abkürzung 1 keV = 1000 eV. Ein Elektronenvolt (eV) ist die Energie,
die
man benötigt, um ein Teilchen auf einer Wegstrecke von 1 m auf die
Geschwindigkeit von 1 m/s zu beschleunigen.
Kilometer
1 Kilometer = 1 km = 1000 m. Auf der Erde gebräuchliche Masseinheit.
Im All relativ schnell sinnlos.
Kilogramm
1 kg ist die Einheit der Masse im SI-System.
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Klassischer Cepheid
[classical Cepheid]
Ein alternativer Ausdruck für delta Cepheiden.
Kleine Magellansche Wolke
[small magellanic cloud]
Eine Zwerggalaxien in der unmittelbaren Nachbarschaft der Milchstrasse,
die zum sogenannten Magellanschen Strom gehört. Sie steht nahe der
Grossen
Magellanschen Wolke, von der sie vielleicht aufgrund der
Gezeitenwechselwirkung mit der Milchstrasse abgetrennt worden ist.
Kleiner Bär
[little bear]
Sternbild am Nordhimmel. Beherbergt den Polarstern, welcher nahe
am Himmelsnordpol steht.
kleiner Hund
[canis minor]
Auch als Canis Minor bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CMi
und dem Genitiv Canis Minoris. Es ist im Winter in Breiten um
50o in südlichen Himmelsregionen sichtbar und berherrbergt
mit
Procyon, alpha Canis Minoris, einen der hellsten Sterne am Himmel.
Kleine Wasserschlange
[sea serpent]
Ein in der Uranometria von Bayer 1603 eingeführtes Sternbild am
Südhimmel
mit dem lateinischen Namen Hydrus und der Abkürzung Hyi. Der hellste
Stern, alpha Hydri, ist gut 20 parsec entfernt, vom Spektral Typ F0 und
hat eine scheinbare Helligkeit von 2.9 mag.
Kleinplanet
[planetoid]
Vor allem zwischen Mars und Jupiter befinden sich die Bahnen von tausenden
von Kleinplaneten, auch Planetoiden oder Asteroiden genannt. Der erste
Kleinplanet wurde in der Neujahrsnacht von Piazzi aufgefunden und Ceres
benannt. Die ersten entdeckten Kleinplaneten sind noch griechischen oder
römischen Gottheiten benannt, die nicht schon als Planeten verbraucht
worden sind. 1802: Pallas (Olbers), 1804: Juno (Harding), 1807: Vesta
(Olbers). Heute kennt man etwa 10000 Planetoiden bekannt, und da die
an sich reiche griechisch-römische Götterwelt nicht so viele
legale
Einwohner hatte, musste bald einmal auf profanere Namen ausgewichen
werden.
Bei Kleinplaneten hat der Entdecker ein Namesvorschlagsrecht, und so kommt
es, dass bei erfolgreichen Kleinplanetenentdeckern wie dem Berner Paul
Wild auch die Putzfrau des Instituts zur Namenspatin eines
Himmelskörpers
wurde.
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KMW
Abkürzung für die Kleine Magellansche Wolke.
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Knoten
[knots]
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Kohärenz
[coherence]
Ein Mass, ob elektromagnetische Wellen in Phase zueinander sind. Laser
produzieren kohärentes Licht. In der Astrophysik spielen Maser eine
Rolle
als Quellen kohärenten Lichts.
Kohärenzbandbreite
[coherence bandwidth]
Als Kohärenzbandbreite bezeichnet man den Frequenzbereich, in welchem
elektromagnetische Wellen von einer gegebenen Quellen kohärent
bleiben.
Wellen mit einer breiten Kohärenzbandbreite bleiben nur über
kurze Distanzen
kohärent, solche mit einer kleinen über längere.
Kohlensack
[coalsack]
Bezeichnung für die auffällige Dunkelwolke im Sternbild Kreuz
des Südens.
Das 7 mal 5 Grad grosse Gebilde ist deutlich mit blossem Auge gegen den
hellen Hintergrund der Milchstrasse sichtbar. Es ist etwa 200 pc von uns
entfernt und hat etwa 20 pc Durchmesser. Die Masse wird auf 3500
Sonnenmassen geschätzt. Der als Schmuckkästchen bekannte offene
Sternhaufen
am Rande des Kohlensack ist deutlich weiter entfernt, gehört als
nicht zu
dieser Molekülwolke.
Kohlenstoff-Brennen
[carbon burning]
Kohlenstoff-Stickstoff-Zyklus
[carbon-nitrogen cycle]
Kurzform für den Kohlenstoff-Stickstoff-Sauerstoff-Zyklus.
Kohlenstoff-Stickstoff-Sauerstoff-Zyklus
[carbon-nitrogen-oxygen cycle]
Auch als CNO-Zyklus nach den chemischen Symbolen oder
Bethe-Weizsäcker Zyklus
nach den Entdeckern benannt. Der CNO-Zyklus findet vor allem in
Hauptreichensternen (Zwergen) mit 2 und mehr Sonnenmassen im Kern statt.
Sterne mit geringeren Massen haben im Kernbereich niedrigere Temperaturen,
weshalb dort mit abnehmender Masse die pp-Kette an Bedeutung für die
Energieerzeugung gewinnt.
Der CNO-Zyklus dient der Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium,
allerdings nicht wie bei der pp-Kette auf (fast) direktem Weg, sondern
über einen Umweg (die hochgestellte Zahl vor dem chemischen Symbol
gibt
die Massenzahl an; C hat z.B. eine Kernladungszahl 6, d.h. 6 Protonen;
12C hat dann noch 12-6 = 6 Neutronen, 13C 13-6 = 7
Neutronen):
- ein 12C-Atom (Kohlenstoffatom) fängt ein Proton (p,
Wasserstoffkern) ein und wird zu 13N (Stickstoff); das dauert
im Mittel 13 Millionen Jahre; Energiegewinn: 1.95 MeV
(MegaElektronenVolt)
- 13N macht einen beta-Zerfall (Abgabe eines Positrons und
eines Neutrinos) und wird
zu 13C; dieser Prozess braucht im Mittel 7 min;
Energiegewinn:
2.22 MeV.
- 13C fängt ein Proton ein und wird unter Emission
eines
Gamma-Quants zu 14N; im Mittel dauert dies 2.7 Millionen
Jahre; Energiegewinn: 7.54 MeV.
- 14N nimmt ein weiteres Proton auf und wird unter
Emission
eines Gamma-Quants zu 15O (Sauerstoff); dieser Prozess ist
der zeitlimitierende: er braucht im Mittel 320 Millionen Jahre;
Energiegewinn: 7.35 MeV.
- 15O zerfällt unter Abgabe eines Positrons und eines
Neutrinos zu 15N; mittlere Zeit: 82 Sekunden; Energiegewinn:
2.71 MeV.
- 15N nimmt ein Proton auf und zerfällt unter Abgabe
eines
alpha-Teilchens (das ist ein Heliumkern, bestehend aus 2 Protonen und 2
Neutronen) zu 12C, dem Ausgangsmaterial des Prozesses;
mittlere Dauer 110000 Jahre; Energiegewinn: 4.96 MeV.
Der CNO-Zyklus ist effizienter als die pp-Kette, da er mehr Energie als
diese liefert, und in kürzerer Zeit abläuft. Das ist einer der
Gründe, dass
Sterne mit zunehmender Masse überproportional leuchtkräftiger
werden, etwa
L ~ M3. Eine weitere Konsequenz aus der grösseren
Effizienz dieses Prozesses ist, dass Sterne mit CNO-Zyklus als
Energiequelle deutlich kürzere Lebenszeiten haben als solche mit
pp-Kette.
Die Effizienz ist zudem von der Dichte und Temperatur im Kern
abhängig:
je heisser und dichter, desto effizienter.
Kokonnebel
[cocoon nebula]
Populärer Name für den diffusen Nebel IC 5146 im Schwan, in den
ein offener
Sternhaufen von Sternen 10 mag eingebettet ist.
Kokonstern
[cocoon star]
Bezeichnung für Sterne, die in eine dichte Staub- und Gashülle
eingebettet
sind. Diese Hülle absorbiert einen grossen Teil der kurzwelligen
Strahlung
des Sterns und reemittiert diese im IR. In extremen Fällen wird die
gesamte Strahlung jenseits des IR abgeschirmt, die Sterne sind also im
optischen Bereich gar nicht sichtbar. OH-IR Quellen gehören zu den
Kokonsternen.
Kollimation
[collimation]
Koma
[coma]
Komet
[comet]
von Coma (griechisch, das Haar). Ein ´Haarstern´, oder
Schweifstern.
Ist selbst kein Stern, sondern ein Klumpen aus gefrorenen Gasen und
Dreck/Staub,
der meist auf einer langgezogenen Bahn um die Sonne läuft und im
sonnennahen
Teil seiner Bahn teilweise verdampft. Der bisweilen gut sichtbare Schweif
wird von Sonnenwind getrieben (von der Sonne weg!) und ist oft in einen
Staubschweif (gebogen) und einen Plasmaschweif (gerade) unterteilt. Der
Kometenkern ist meist zwischen 1 und 50 Kilometer gross, der Schweif kann
100 Mio Kilometer lang werden.
Komet de Chéseaux
[comet de Chéseaux]
Vom Schweizer Astronomen Jean Philippe Loys de Chéseaux (und
anderen) im Jahr
1742 entdeckter langperiodischer Komet mit der Bezeichnung C/1742 X1). Der
Namensgeber
berechnete den Orbit und beschrieb den mehrfach aufgefächerten
Schweif. Der
Orbit ist parabolisch, Exzentrität 1.0, und hat eine Inklination von
47°.1.
Im Februar 1744
erreichte er seine maximale Helligkeit von -7 mag, so dass er auch
tagsüber sichtbar war. Nach dem Periheldurchgang (0.22 AU) am 1.
März 1744
waren 6 bis 7 Schweifteile zu erkennen, die sich bis zu 90° über
den
Himmel erstreckten und in der Dämmerung vor dem Kometenkopf bereits
sichtbar waren.
Komet Donati
[comet Donati]
Auch als C/1858 L1 bezeichneter langperiodischer Komet, welcher am 2. Juni
1858 vom italienischen Astronom Giovanni Battista Donati entdeckt worden
ist. Er erreichte im September 1858 mit -1 mag seine maximale Helligkeit.
Der Periheldurchgang fand am 30. September 1858 statt, der Erdnächste
Bahnpunkt mit 0.5 AU war am 9. Oktober. Zu dieser Zeit zeigt der Komet
einen ausgeprägten gebogenen Staubschweif, der bis zu 60° lang
war.
Zu dieser Zeit waren auch 2 geradlinige Ionenschweife sichtbar. Der
rotierende Kern verlor einige Brocken. Die Bahndaten:
Umlaufperiode um die Sonne etwa 2000 Jahre, Inklination 117.0°,
Bahnexzentrität 0.996.
Komet Encke 2P/
[comet Emcke 2P/]
Komet Giacobini-Zinner
[comet Giacobini-Zinner]
Auch als Komet 1933 III bekannter Komet mit einer Umlaufzeit von 6.6
Jahren. Seine Auflösungsmaterialien speisen die Draconiden.
Kometenfamilie
[family of comets]
Kometengruppe
[group of comets]
Kometenwolke
[clouds of comets]
Komet Halley
[comet Halley]
Wiederkehrender Komet mit 76 Jahren Periode. Bislang letzte, relativ
langweilige Wiederkehr 1986. Im Jahr 1911 brillianter und in bestimmten
Teilen der Bevölkerung furchteinflössender. Erzeugte
Weltuntergangsgefühle, da Gerüchte umgingen, dass
Blausäuregase aus dem
Komentenschweif beim Durchflug der Erde durch den selben menschliches
Leben
vernichten würde. E. Halley berechnete die Bahn des Kometen.
Komet Shoemaker-Levy 9
Der neunte Komet des Gespanns Shoemaker und Levy wurde 1993 entdeckt und
sorgte im Juli 1994 nach seinem Zerbröseln für ein grandioses
Feuerwerk auf dem Jupiter. Analysen zeigten, dass keines der
Bruchstücke
grösser als 2 km war. Die Einschläge erlaubten eine
Tiefenuntersuchung der sonst nicht zugänglichen
Atmosphärenschichten des
Gasplaneten.
Komet Schwassmann-Wachmann 1
Periodischer Komet mit 16.1 Jahren Umlaufzeit. Entdeckt in Hamburg 1927.
Läuft auf einem fast kreisförmigen Orbit zwischen Jupiter und
Saturn um;
in der Regel sehr schwach (18 mag). Zeigt bisweilen Ausbrüche, die
ihn bis
4 mag hell werden lassen.
Komet Swift-Tuttle
Komet Tebbutt
Sehr heller (mit blossem Auge beobachtbarer) Komet, 1861 von einem
australischen Amateurastromoen entdeckt. Die Erde flog am 30. Juni 1861
unbeschadet durch den Kometenschweif.
Komet Temple-Tuttle
Wiederkehrender Komet mit 32 Jahren Periode; verantwortlich für die
Leoniden-Meteorschauer.
Komet West
Sehr heller (mit blossem Auge sichtbarer) Komet (1976 VI).
Entdeckt 1975. Sehr ausgeprägter Schweif mit Plasma- und
Staubbahn, die dem Schweif eine dreieckige Form verliehen. Der Kern war
sehr aktiv und zerbrach kurz nach dem Periheldurchgang in vier grosse
Teile.
Kommensurabilität
[commensurability]
Kompass
[compass]
Konjunktion
[conjunction]
Konkavlinse
[diverging lens]
Auch als Streulinse bekannte Linsenart, die im Zentrum dünner ist als
am
Rand. Ein Blick durch eine Konkavlinse ergibt ein aufrechtes, aber stark
verkleinertes Abbild. Konkavlinsen werden bei der Konstruktion von
Objektiven verwendet, um Farb- und Abbildungsfehler zu minimieren.
Kontaktsystem
[contact system]
Kontinuum
[continuum]
Kontraktionstheorie
[contraction theory]
Koordinaten-Messapparat
[coordinate measuring apparatus]
Koordinaten-System
[coordinate system]
Korona
[corona]
Kurze Form von Sonnenkorona.
Koronaloch
[coronal hole]
Koronograph
[coronagraph]
Korrektionsplatte
[correction plate]
kosmisch
[cosmic]
kosmische Hintergrundstrahlung
[cosmic background radiation]
Die kosmische Hintergrundstrahlung ist auch als 3 K- oder
Drei-Kelvin-Strahlung bekannt. Sie wurde bereits 1949 von George Gamov
postuliert, der aus der beobachteten Expansion des Universum schloss, dass
sich das Universum aus einer dichten, sehr heissen Phase heraus entwickelt
haben muss. 1965 entdeckten Arno Allan Penzias und Robert Woodrow Wilson
bei Messungen mit einer Hornantenne bei einer Wellenlägen von 7.35 cm
einen richtungsunabhängigen Störpegel. Dieser Befund liess sich
auch bei
Wellenlängen zwischen 3 und 30 cm verifizieren und deutete auf ein
isotropes, extraterrestrisches Strahlungsfeld hin. Diese Entdeckung
brachte ihnen 1978 den Nobelpreis für Physik ein. Mit dem
COBE-Satelliten
konnte die kosmische Hintergrundstrahlung vermessen werden; das Resultat
ergab eine hochgradig isotrope Strahlungsverteilung mit Abweichungen von
weniger als 1 auf 100000 eines Schwarzen Körpers (Hohlraumstrahlung)
der
Temperatur 2.726 K. Aus der gemessenen Dipolverteilung der
Hintergrundstrahlung kann die Bewegung der Erde relativ zum kosmischen
Hintergrund bestimmt werden. Die Geschwindigkeit ist etwa 300 km/s. Die
kosmische Hintergrundstrahlung ist das Nachglühen aus der Phase der
Entkopplung von Materie und Strahlung, etwa 300000 Jahre nach dem Urknall,
als das Universum auf etwa 3000 K abgekühlt war. COBE konnte auf
einer
Skala von 20° kleine Abweichungen von der idealen Isotrope im Bereich
von 6 · 10-6 K nachweisen, deren Ursprung nicht auf
statistische Fluktuationen zurückgeführt werden kann. Man deutet
diese
Schwankungen als Quantenflutuationen, die während der ersten
10-35 sec nach dem Urknall stattgefunden haben.
Die kosmische Hintergrundstrahlung gilt zusammen mit der Fluchtbewegung
der
Galaxien und der kosmischen Häufigkeit von Helium als einer der
wichtigeste Beweise für die Urknalltheorie.
kosmische Strahlung
[cosmic radiation]
Kosmogonie
[cosmogony]
Kosmologie
[cosmology]
kosmologisches Prinzip
[cosmological principle]
Kosmos-Satelliten
[Kosmos-satellites]
Auch Cosmos-Satelliten. Die Nachfolger der Sputniks, die seit März
1962 von der
Sowjetunion und nachfolgend von Russland für alle erdenklichen Zwecke
eingesetzt werden.
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kpc
1 kpc = 1 kiloparsec sind 1000 pc. kpc ist ein bequemes Mass für
Entfernungsangaben
in Galaxien und Gruppen von Galaxien sowie zu Kugelsternhaufen.
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Kranich
(Grus]
Sternbild am Südhimmel.
Krebs
[crab]
- Schalentier, lebt in Flüssen, Seen und Meeren, hat es zu
Sternbildehren
gebracht.
- Auch als Cancer bekanntes Sternbild mit der Abkürzung Cnc
und dem
Genitiv Cancri. Das im Winter am Abendhimmel sichtbare
Tierkreiszeichen
beheimatet den offenen Sternhaufen Praesepe und den offenen
Sternhaufen
M67 sowie den Krebsnebel (crab nebula), einen Supernovaüberrest
von
einer Supernova aus dem Jahr 1054.
Krebsnebel
[crab nebula]
Im Slang Crabnebel genannt. Es handelt sich um den Supernova-remnant
(Überbleibsel) der Supernova von 1054; er ist auch als M1
oder NGC1952 bekannt, im Radiobereich als Taurus A und im Röntgen als
Taurus X-1. Der Name rührt daher, dass frühe Beobachter eine
krebsartige
Struktur darin erkennen wollten.
Der Krebsnebel beherbergt einen Pulsar, meist Crab
Pulsar genannt, der auch optisch beobachtet werden kann. Die Supernova war
chinesischen Quellen nach über mehrere Monate mit blossem Auge
sichtbar,
zu Beginn auch am Tageshimmel mit einer maximalen Helligkeit von -6 mag.
Den sich mit 1000 km/s ausbreitenden
Gasnebel, die Hülle der ehemaligen Supernova, konnte man erst mit
Teleskopen beobachten. Aufgrund des Strahlungsdrucks beschleunigt sich die
Ausdehnungsgeschwindigkeit des Nebels. Der Nebel sendet stark linear
polarisiertes Licht aus, was
auf die Existenz eines Magnetfeldes von 5 ·
10-10 Tesla schliessen lässt. Im Optischen
kann man eine weisse innere Hülle ohne spektrale Features (etwa 80
Prozent
der Emission im optischen Wellenlängenbereich) und eine äussere,
von
Wasserstoff rötliche, filamentartige Hülle erkennen (etwa 20
Prozent). Die
Filamente zeigen ein Emissionslinienspektrum. Die Magnetfeldlinien folgen
den Filamenten. Der Krebsnebel ist 2 kpc von uns entfernt. Die wahre
Grösse
ist 2.5 pc im Durchmesser, der scheinbare Winkeldurchmesser ist 6
Bogenminuten.
Für das Verständnis des Zusammenhangs Supernovaexplosionen -
Neutronensterne war der Krebsnebel von ausserordentlicher Wichtigkeit.
Kreisbahngeschwindigkeit
[circular velocity]
Die Geschwindigkeit eines Objektes in einem Zentralkraftfeld auf einer
Kreisbahn, also die Bahn eines Planeten um die Sonne oder eines Mondes um
seinen Planeten, oder eines Sterns um das Zentrum der Galaxis. Die
Kreisbahngeschwindigkeit ist gegeben durch
v = (G (M+m) / r)-1/2
wobei G die Gravitationskonstante, M die Masse des zentralen Objektes, m
die Masse des umlaufenden Objektes und r der Radius der Kreisbahn ist.
Kreutz-Gruppe
[Kreutz group]
Gruppe von Kometen.
Kreuz
[crux]
Kleines, aber aus hellen Sternen bestehendes Sternbild am Südhimmel.
Bekannt als Kreuz des Südens.
kritische Dichte
[critical density]
Ks
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K-Stern
[K star]
Ku
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Kugelhaufen
[globular cluster]
Kurzform von Kugelsternhaufen.
Kugelsternhaufen
[globular cluster]
Kuiper-Gürtel
[Kuiper belt]
Kulmination
[culmination]
Der höchste Punkt über dem Horizont, den ein Gestirn an einem
gegebenen
Ort (fixe geografische Breite) erreichen kann, ist der Kulminationspunkt.
Das Erreichen desselben ist die Kulmination. Die Sonne erreicht am Mittag
die Kulmination, Sterne um Mitternacht. Der Zeitpunkt Mittag
ist für einen Ort (geografische Länge)
dadurch definiert, dass die Sonne um diese Zeit ihren höchsten Punkt
erreicht. Gemäss der Definition der Zeitzonen ist also 12 Uhr nicht
notwendigerweise der Zeitpunkt, an dem die Sonne kulminiert.
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started 2001-08-31, last update 2003-04-21