[caelum]
Ein eher unscheibares Sternbild am Südhimmel mit der Abkürzung
Cae und dem
deutschen Namen Grabstichel.
Calciumlinien
[calcium lines]
Spektrallinien des Calciums. Meistens werden damit die prominenten H und
K-Linien bezeichnet. Diese Benennung wurde von J. Fraunhofer
eingeführt
bei der Klassifizierung der Absorptionslinien (Dunkellinien) im
Sonnenspektrum. Calciumlinien werden für die
Entfernungsabschätzung von
entfernten O- und B-Sternen verwendet: Calciumparallaxe.
Calciumparallaxe
[calcium parallax]
Eine Methode zur Abschätzung der Entfernung von heissen Sternen (O-
und
B-Sterne). Hier nutzt man die Absorption von interstellaren Gaswolken,
welche Calcium enthalten, unter der Annahme, dass das Gas einigermassen
homogen verteilt ist: in diesem Fall nimmt die Stärke der
Calciumlinien mit
der Weglänge durch die Gaswolken zu. Somit sind die
Linienstärken ein Mass
für die Entfernung dieser Sterne im Hintergrund. Mit dieser Methode
ist
man auf Sterne beschränkt, die selbst keine oder geringe
Calciumlinien
zeigen (eben die heissen vom Typ O und B). Ein grosser Schwachpunkt ist
die
bekanntermassen sehr ungleichmässige Verteilung der interstellaren
Materie.
Caldera
[caldera]
Aus dem Spanischen stammendes Wort für vulkanische Einbruchskessel.
Calypso
[Calyso]
Ein Tanz aus der Karibik.
Ein kleiner Mond des Saturn von etwa 30 km x 16 km und einer
unregelmässigen Gestalt, der 1980 von Voyager 1 entdeckt wurde.
Er
läuft im Librationspunkt L5 in gleicher Bahn wie
Tethys
hinter dieser um Saturn. Sein Bahnradius sind 294660 km, die
Umlaufzeit 45.3 Stunden. Die Bahnebene ist etwa 1o gegen
die Äquatorebene des Saturn geneigt.
Cam
[Cam]
Abkürzung für das Sternbild Camelopardalis.
Camelopardalis
[Cameloparalis]
Im Deutschen als Giraffe bekanntes ausgedehntes Sternbild (in Breiten um
50o zirkumpolares) am Nordhimmel mit der Abkürzung Cam.
Der
Genitiv ist Camelopardalis. Es gibt auch die Form Camelopardus mit Genitiv
Camelopardi.
Cancer
[cancer]
Im Deutschen als Krebs bekanntes Sternbild mit der Abkürzung Cnc und
dem
Genitiv Cancri. Das im Winter am Abendhimmel sichtbare Tierkreiszeichen
beheimatet den offenen Sternhaufen Praesepe und den offenen Sternhaufen
M67 sowie den Krebsnebel (crab nebula), einen Supernovaüberrest von
einer Supernova aus dem Jahr 1054.
Candela
[Candela]
Physikalische (SI-)Einheit für Lichtstärke. Die Candela wurde
1979 neu definiert. Die Definition: Licht einer monochromatischen Quelle
von 540 · 1012 Hz (550 nm) in einer definierten Richtung
entspricht einer Strahlung von 1/683 Watt pro Steradiant.
Canes venatici
[canes venatici]
Im Deutschen als Jagdhunde bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CVn
und
dem Genitiv Canum Venaticorum. Der nördliche Teil dieses Sternbildes
ist in
Breiten um 50o zirkumpolar. Es beherrbergt einen Galaxienhaufen
und die wechselwirkende Scheibengalaxie M51, die mit einem Feldstecher
wahrnehmbar ist. Desweiteren liegt der Kugelsternhaufen M3 in diesem
Sternbild.
Canis maior
[canis major]
Im Deutschen als grosser Hund bekanntes Sternbild mit der Abkürzung
CMa
und dem Genitiv Canis Maioris. Der hellste Stern des Sternhimmels ist
alpha
Canis Maioris oder Sirius. Der offene Sternhaufen M41 liegt im grossen
Hund.
Canis minor
[canis minor]
Im Deutschen als kleiner Hund bekanntes Sternbild mit der Abkürzung
CMi
und dem Genitiv Canis Minoris. Es ist im Winter in Breiten um
50o in südlichen Himmelsregionen sichtbar und berherrbergt
mit
Procyon, alpha Canis Minoris, einen der hellsten Sterne am Himmel.
Canopus
[Alpha Carinae]
Im Deutschen auch Kanopus genannter hellster Stern im Sternbild Carina
(Kiel des
Schiffes), Alpha Carinae. Mit -0.7 mag ist es nach Sirius der zweithellste
Stern. Die Entfernung vom Sonnensystem sind 40 parsec, der Spektraltyp ist
F0, die Leuchtkraftklasse II. Andere Quellen stufen ihn als F0 Ib in 170
pc
ein, bzw. als A9 mit unbekannter Leuchtkraftklasse in 23 parsec.
Von mittleren Breiten der Nordhalbkugel ist Kanopus nicht sichtbar.
Cap
[Cap]
Abkürzung für Capricornus.
Capella
[Capella]
Der Name Capella stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ziege. Capella
ist auch als Alpha Aurigae, als hellster Stern im Sternbild Fuhrmann
bekannt. Die scheinbare visuelle Helligkeit ist 0.08 mag, somit ist die
Capella einer der hellsten Sterne am Himmel. Es handelt sich um einen
spektroskopischen Doppelstern mit den Komponenten der Spektralklassen G8
und G1
der Leuchtkraftklasse III. Die Umlaufperiode beträgt 104 Tage.
Capella ist
13 parsec entfernt. Mittels Interferometrie konnten die beiden Komponenten
getrennt aufgelöst werden.
Caph
[Caph]
Stern in der Cassiopeia mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von
2.25 mag. Der Name stammt aus dem Arabischen (tatsächlich eine
Verkürzung) und
bedeutet etwa die gefärbte Hand.
Capricornus
[capricornus]
Im Deutschen als Steinbock bekanntes Sternbild des Zodiak. Sichtbar am
Südhimmel im Herbst nach der Abenddämmerung.
Car
[Car]
Abkürzung für Carina.
Carina
[carina]
Im Deutschen als Kiel oder Schiffskiel bekanntes Sternbild. Der Name
stammt
aus dem Lateinischen. Carina ist (wie man am moderenen, d.h.
nicht der antiken Mytholgie entstammenden Namens, erkennen kann) am
Südhimmel angesiedelt. Die Milchstrasse durchquert das Sternbild.
Der hellste Stern, alpha Aurigae oder Kanopus, ist
nach Sirius der Stern am Himmel mit der zweitgrössten scheinbaren
visuellen Helligkeit - kurz, mit blossem Auge der zweithellste Stern.
Die Sterne beta Carinae (Miaplacidus), 1.7 mag, epsilon Car (Avior), 1.9
mag und Iota Car (2.2 mag) sind ebenfalls noch auffallend hell. Die beiden
letzteren gehören zum Falschen Kreuz. Eta Carinae ist ein
stark variabler Stern, vermutlich einer der massereichsten bekannten
Sterne
mit extremem Sternwind.
Carme
[carme]
Einer der 4 äussersten Jupitermonde, der nach einer Dame aus der
griechischen Mythologie
benannt ist. Er wurde 1938 von Seth B. Nicholson entdeckt. Carme ist
rückläufig und bewegt sich auf einer elliptischen Bahn (grosse
Halbachse
22.6 · 106 km; Exzentrität 0.21; Umlaufzeit 692
Tage;
Inklination (Bahnneigung gegen Jupiter-Sonne-Umlaufsebene) 163°).
Aufgrund der starken Bahnneigung, Exzentrität und der
Gegenläufigkeit
liegt die Vermutung nahe, dass Carme ein eingefangener Planetoid ist.
Cartesische Koordinaten
[cartesian coordinates]
Ein rechtwinkliges Koordinatensystem, das nach René Descartes
benannt ist. In der Astronomie nur selten verwendet, da hier Zylinder-
oder
Kugelkoordinatensysteme in der Regel eine systemgerechtere Beschreibung
erlauben.
Cas
[Cas]
Abkürzung für Cassiopeia.
Cassegrain-Coudé-Teleskop
[Cassegrain-Coude telescope]
Ein Typ von Spiegelteleskopen, bei welchen der Sekundärspiegel den
Strahlengang in die hohle Stundenachse auslenkt.
Cassegrain-Fokus
[Cassegrain-focus]
Der Primärfokus, der bei Cassegrain-Systemen hinter dem Hauptspiegel
liegt.
Cassegrain-Teleskop
[Cassegrain-telescope]
Eine Art von Spiegelteleskopen mit durchbohrtem Hauptspiegel und einem
konvexen Sekundärspiegel, der das vom Hauptspiegel gebündelte
Licht durch
die Bohrung des Hauptspiegels lenkt. Der Primärfokus von
Cassegrain-Teleskopen liegt hinter dem Hauptspiegel, im Gegensatz etwa zu
Gregori-Teleskopen (diese haben auch einen konkaven Sekundärspiegel).
Sehr
häufig sind Schmidt-Cassegrainteleskope bei kleinen Teleskopen, v.a.
bei in
der Amateurastronomie gebräuchlichen Typen (z.B. C8, C11, C14 von
Celestron und LX200 von Meade) und bei fotografischen Weitfeldteleskopen
anzutreffen. Durch die Schmitt-Korrekturlinse sind diese Teleskope auf
etwa
1 m Eingangsöffnung limitiert. Die meisten Grossteleskope sind
Cassegrain-Systeme oder davon abgeleitete Konstruktionen.
Cassegrain-System
[Cassegrain system]
Eine Bauart von Spiegelteleskopen, die auch Cassegrain-Teleskope genannt
werden.
Cassinische Teilung
[Cassini division]
Die auffälligste der Teilungen, also der dunklen
Zwischenbereiche des Saturnringsystems, wird nach ihrem Entdecker G. D.
Cassini (1675) als Cassinische Teilung benannt. Die Teilung ist etwa 1
Bogensekunde breit, also mit einem Fernrohr von etwa 10 cm Öffnung
gerade
noch erkennbar. Die Cassinische Teilung trennt den A- und B-Ring, wobei
die
innere Kante etwa 117500 km vom Zentrum des Saturn entfernt liegt.
Voyageraufnahmen haben gezeigt, dass die Teilung nicht wirklich leer ist,
sondern von einigen sehr schwachen Ringen durchzogen ist. Es wird
vermutet,
dass kleine Monde von etwa 20 km Durchmesser diese Teilung verursachen,
aber solche Satelliten konnten auf den Voyagerbildern nicht nachgewiesen
werden.
Cassini-Sonde
[Cassini probe]
Die Cassini-Sonde ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der ESA und
besteht aus einem Orbiter und dem Huygensraumschiff, welches die
Atmosphäre
des grössten Saturnmondes, Titan, untersuchen soll. Die Cassinisonde
wurde
im Oktober 1997 gestartet und hatte wegen eines erdnahen
Swingby-Manövers
zum Teil heftige Diskussionen ausgelöst, da die Energieversorgung des
Raumschiffs durch eine Plutoniumbatterie gesichert wird. Im Juni 2004 wird
die Sonde Saturn erreicht haben.
Cassiopeia
[Cassiopeia]
In mittleren nördlichen Breiten ein zirkumpolares Sternbild, durch
das die
Milchstrasse zieht. Die Abkürzung ist Cas, der Genitiv Cassiopeiae.
Wegen
der Anordnung der fünf hellsten Sterne wird es auch das
Himmels-W
genannt. Der hellste Stern, alpha Cassiopeiae, heisst Schedar und ist 2.2
mag im Visuellen. Auch beta Cassiopeia, hat einen arabischen Eigennamen,
nämlich Caph. Gamma Cassiopeiae ist der Prototyp der
Hüllenveränderlichen; seine Helligkeit schwankt zwischen 1.6 mag
und 3.0
mag. Mit Cassiopeia A liegt eine starke Radioquelle in diesem Sternbild.
Aufgrund der Nähe zum Milchstrassenband verwundert nicht, dass viele
offene
Sternhaufen in diesem Sternbild angesiedelt sind. Der bekannteste davon
ist vermutlich M103.
Cassiopeia A
[Cassiopeia A]
Eine der stärksten bekannten Radioquellen, die von einem sehr
inhomogenen
Emissionsnebel umgeben ist. Die Radiostrahlung ist nicht-thermisch. Diese
Befunde lassen auf eine Supernovaexplosion als Ursache schliessen.
Aufgrund der
Expansionsgeschwindigkeit des Nebels lässt sich das Explosionsdatum
auf
etwa 1700 bestimmen, allerdings gibt es keine Berichte über ein
solches
Ereignis. Cassiopeia A ist etwa 3 kpc entfernt.
Castalia
[Castalia]
Asteroid mit der Nummer 4769, der 1989 von Eleanor Kay Helin entdeckt
worden ist. Er gehört zur Apollogruppe. Die Grösse ist etwa 1.8
km, die
grosse Halbachse ist 1.063 AU, die Umlaufperiode 1.1 Jahre, die
Inklination 8°.9. Die Bahn ist stark exzentrisch, mit einem Perihel
von
0.55 AU und einem Aphel von 1.58 AU. Minimaler Abstand zur Erde ist 0.023
AU oder 3.4 Millionen km.
Castor
[Castor]
Trotz seines Namens alpha Geminorum ist Castor nur der zweithellste Stern
in diesem Sternbild, 1.5 mag. Castor ist ein sechsfach-Sternsystem in
einer Entfernung von etwa 13.7 parsec. Die beiden hellsten Komponenten
bilden ein visuelles Doppelsternpaar mit einer Umlaufperiode von 467
Jahren. Beide Komponenten sind selbst spektroskopische Doppelsterne mit
Umlaufperioden von 9.2 und 2.9 Tagen. Das ganze System wird von einem
weitern spektroskopischen Doppelstern umkreist, das in 1150 Jahren den
Schwerpunkt des Gesamtsystems umkreist.
Catalogue of Bright Stars
[Catalogue of Bright Stars]
Zu Deutsch ein Katalog heller Sterne, der vom Yale-Observatorium
herausgegeben worden ist.
Catadioptrisches System
[catadioptric system]
Ein aus Spiegeln und Linsen bestehendes optisches System. Die bekanntesten
Vertreter dieser Konstruktionsart sind die Schmidt-Cassegrain-Systeme und
die Maksutov-Teleskope. Weniger bekannte Systeme wie das
Sampson-Catadioptrische System werden für spezielle Anwendungen
eingesetzt.
Catena
[catena]
Bezeichnung für eine Kette von Kratern auf Planeten oder Monden.
Bekannt
ist zum Beispiel die Tithoniae Catena auf dem Mars.
Catopritsches System
[catoptric system]
Ein nur aus Spiegeln bestehendes optisches System, wie zum Beispiel das
Newton- oder gewöhnliche Cassegrainteleskop.
Cavus
[cavus]
Ein Wort aus dem Lateinischen, wörtlich: Loch. Damit werden
steilwandige
Begrenzungen von Depressionen auf Planeten und Monden bezeichnet.
[CCD]
Abkürzung für Charged Coupled Devices, zu Deutsch:
Ladungskoppler. Diese Art von Halbleiterbausteinen werden in
CCD-Detektoren
in Video- und Digitalkameras sowie in astronomischen Kameras eingesetzt.
Häufig wird mit CCD ein CCD-Detektor bezeichnet.
CCD-Detektor
[CCD-detector]
Eine Kamera, die einen CCD-Chip als Fotodetektor verwendet. CCD-Kameras
haben in der Astronomie gegenüber Fotoplatten noch immer den
Nachteil,
dass sie nur sehr kleine Flächen abdecken können, meist wenige
Quadratzentimeter. Fotoplatten gibt es deutlich grösser. Dagegen
haben
CCDs gegenüber chemischen Aufnahmeverfahren eine Reihe von Vorteilen.
Die
Wichtigsten davon:
Linearität: in einem weiten Bereich erzeugen doppelt soviele
Photonen ein doppelt so starkes Signal; Fotoplatten befolgen dagegen
die Schwarzschildkurve, die nur einen kleinen linearen
Bereich aufweist. Daher ist es viel schwieriger, von einer Fotoplatte
die wahre Helligkeitsverteilung eines astronomischen Objektes zu
bestimmen.
Quantenausbeute: bei einem CCD reichen wenige Photonen, um eine
Signal zu erzeugen.
einfachere Reproduzierbarkeit: Fotoplatten haben den Nachteil,
dass das Ergebnis einer Aufnahme und der folgenden Entwicklung von
vielen Faktoren beeinflusst wird, wie exakte chemische Zusammensetzung
der fotoaktiven Beschichtung und der bei der Entwicklung verwendeten
Emulsionen, Temperaturen bei der Lagerung und Entwicklung etc.
Bei CCDs entfällt die Digitalisierung der Ergebnisse.
Wenigstens
in der professionellen Astronomie werden praktisch alle weiteren
Verarbeitungsprozesse nach der Datengewinnung (Aufnahme)
computergestützt vorgenommen. Dazu müssen Fotoplatten zuerst
eingescannt werden. Dabei sind aufwändige Kalibrierungen
nötig.
[cD-galaxy]
Riesen-elliptische Galaxien, die in den Kernbereichen von reichen
Galaxienhaufen angetroffen werden. Sie haben eine deutlich flachere
Helligkeitsverteilung als normale elliptische Galaxien (das heisst, sie
werden von innen nach aussen weniger schnell dunkel), und haben zum Teil
mehrere Kerne. Nach aussen hin gehen sie fast fliessend in den
Galaxienhaufen über. Die hellsten bekannten Galaxien sind cDs, mit
bis zu
2 · 1012 Sonnenleuchtkräften. cD-Galaxien wachsen
durch
Gasakkretion und Kannibalismus von kleineren Galaxien, die beim Einfall in
den Haufen nahe an dessen Zentrum, und damit der cD-Galaxie, vorbeikommen.
CDM
[CDM]
Abkürzung für Cold Dark Matter, kalte dunkle Materie. Dieser
Begriff
findet sich häufig in der Kosmologie: aufgrund verschiedener Hinweise
ist
davon auszugehen, dass ein grosser Teil der Gesamtmasse des Universums
dunkel ist, d.h. nicht in Form von Gas, Sternen und Kleinkörpern wie
stellaren Remnants (Weisse Zwerge, Neutronensterne, Schwarze Löcher),
Braunen Zwergen oder Planeten vorliegt (nicht-baryonische Materie). In
CDM-Modellen werden als Dunkle Materie bislang noch unbekannte,
massereiche Elementarteilchen (meist WIMPs genannt = Weakly Interacting
Particles) verwendet. Das Gegenstück sind HDM, Hot Dark Matter
Modelle, in
welchen Neutrinos (sofern sie eine endliche Ruhemasse haben) als Dunkle
Materie behandelt werden. Gegenwärtig erklären CDM-Modelle die
beobachtbare
Welt besser.
CDS
[CDS]
Centre de Données astronomiques de Strassbourg. Ein Zentrum, in dem
astronomische Datenbanken verwaltet werden, z.B. SIMBAD.
[Celaeno]
Stern in den Plejaden mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 5.5
mag, Spektraltyp B7, Leuchtkraftklasse IV.
Cen
[Cen]
Abkürzung für Centaurus.
Centaurus
[Centaurus]
Centaurus oder Kentaur ist ein griechische Fabelwesen, halb Mensch, halb
Pferd und ausserdem ein Sternbild. Es ist von mittleren nördlichen
Breiten
allerdings nicht vollständig sichtbar. Das Sternbild beherbergt den
uns
nächstgelegenen Stern, proxima Centauri, der zum Mehrfachsternsystem
alpha
Centauri (Rigil Centaurus oder Toliman) gehört. Auch der zweithellste
Stern hat dank seiner beträchtlichen Helligkeit Eigennamen: Hadar
oder
Agena.
Im Sternbild befindet sich ausserdem der hellste Galaktische
Kugelsternhaufen, Omega Centauri, die Radiogalaxie Centaurus A und ein
(doppelter) Galaxienhaufen.
Centaurus A
[Centaurus A]
Die Radio- und Röntgenquelle Centaurus A wurde mit der elliptischen
Galaxie NGC 5128, der uns nächstgelegenen Riesenelliptischen Galaxie,
identifiziert; gleichzeitig ist sie auch die uns nächstgelegene
Radiogalaxie. NGC 5128 zeigt ein prominentes Dunkelband aus Gas und
Staub, das von einer eingefallenen, gasreichen Scheibengalaxie stammen
könnte. Centaurus A zeigt zwei Radiokeulen, wovon die grössere
0.5 Mpc
misst, sowie einen Jet von etwa 3 kpc Länge.
Cepheiden
[cepheids]
Gebräuchliche, zusammenfassende Bezeichnung für delta
Cepheiden und W
Virginis Sterne.
Ein Meteorstrom
Cepheidenstreifen
[cepheids strip]
Alternative Bezeichnung für den Instabilitätsstreifen im HRD, in
welchem
eine Reihe von Arten pulsationsveränderlicher Sterne zu finden ist.
Cepheus
[Cepheus]
Im deutschen auch als Kepheus bezeichnetes Sternbild des Nordhimmels mit
der Abkürzung Cep. Von mittleren Breiten (Mitteleuropa) gehört
es zu den
zirkumpolaren Sternbildern. Der hellste Stern, alpha Cephei, heisst auch
Alderamin. Die Hauptkomponente des Doppelsterns delta Cephei ist der
Prototyp der Klasse der pulsationsveränderlichen delta Cepheiden
(Abstand
41). Der rote Stern mu Cephei ist ebenfalls veränderlich.
Aufgrund
der Farbe hat er den Namen Granatstern erhalten.
Ceres
[Ceres]
Kleinplanet mit 980 km Durchmesser, 1 ·1021 kg Masse,
4.6 Jahren Umlaufperiode, einer elliptischen Bahn (grosse Halbachse 2.768
AU, Exzentrität 0.076) mit einer Inklination von 10.6 Grad, einer
Dichte von 2.7
g/cm3 und einer Rotationsperiode. Er wurde am 1.1.1801 von
Guiseppe Piazzi entdeckt. Benannt nach einer römischen Göttin.
Cerro Tololo Inter-American Observatory
[Cerro Tololo Inter-American Observatory]
Oft als CTIO abgekürzter Name eines Observatoriums in den
chilenischen
Anden, auf dem 2215 m Cerro Tololo gelegen. Dieser liegt 55 km
südöstlich
von La Serena, wo sich auch das Hauptquartier befindet. Das
Hauptgerät ist
ein 4 m Spiegel, der 1976 eingeweiht wurde. Er wurde nach dem ersten
Direktor, Victor Emanuel Blanco, Blanco Teleskop benannt. Es ist
gewissermassen der Zwilling zum 4 m Teleskop am Kitt Peak National
Observatory. Weiter Teleskope sind ein 1.5 m Spiegel (1968), ein 0.9 m
Spiegel (1967), ein 0.6 m Curtis-Spiegel der Universität Michigan
(gebaut
1950, 1963 nach Cerro Tololo gebracht) und der 1 m Spiegel der Yale
Universität (1973 am Cerro Tololo aufgebaut).
Das CTIO wurde 1963 gegründet und gehört zu den US National
Optical Astronomy
Observatories.
Am 10 km entfernten Cerro Pachón befindet sich das 8 m
Gemini-Süd-Teleskop.
Cet
[Cet]
Abkürzung für das Sternbild Cetus, Walfisch.
CETI
[CETI]
Englische Abkürzung für: Communcation with ExtraTerrestrial
Intelligences,
zu deutsch: Kommunikation mit ausserirdischen Intelligenzen. Bislang
erfolglos, entweder weil es die nicht gibt, sie nicht mit uns reden
können, sie nichts mit uns zu tun haben wollen, oder wir nicht
intelligent
genug sind, um sie zu verstehen.
Cetus
[Cetus]
Lateinischer Name für das Sternbild Cetus, zu deutsch (etwas ungenau,
da
Wale bekanntlich keine Fische sind) Walfisch. Der Genitiv ist Ceti. Es
gehört zu den Äquatorsternbildern, und ist von Mitteleuropa im
Herbst und
Winter am Abend sichtbar. Der Stern o ceti ist auch als Mira bekannt,
welche der Prototyp für eine Klasse von veränderlichen Sternen
ist.
[chameleon]
Kleines Sternbild am Südhimmel mit lateinischem Namen Chamaeleon und
der
Abkürzung Cha. Von Mitteleuropa aus nicht sichtbar (was in diesem
Fall
kein grosser Verlust ist.)
Chandlersche Periode
[Chandlers period]
Eine periodische Schwankung der Polhöhe, die nach ihrem Entdecker,
dem
Amerikaner S.C. Chandler, benannt ist.
Chandra
[Chandra]
Röntgensatellit, der nach einem der besten Physiker, dem Inder S.
Chandrasekhar, benannt ist.
Chandrasekhar-Grenze
[Chandrasekhar limit]
Auch als Chandrasekhar Grenzmasse genannte obere Grenzmasse von Weissen
Zwergen, die etwa 1.4 Sonnenmassen beträgt. Überschreitet ein
Weisser
Zwerg, z.B. durch Akkretion von einem Begleitstern, diese Masse, kann die
Elektronenentartung, die die Weissen Zwerge gegen den gravitativen Kollaps
stabilisiert, die Eigenanziehungskraft nicht mehr aufwiegen, so dass der
Weisse Zwerg zu einem Neutronenstern kollabiert. Das analoge Limit
für
Neutronensterne heisst Oppenheimer-Volckov-Limit.
Chandrasekhar-Masse
[Chandrasekhar limit]
Ein alternativer Begriff für die Chandrasekhar-Grenzmasse oder
-Grenze.
Chaos
[chaos]
Philosophie: regelloser Zustand eines Systems
Physik:
deterministisches Chaos: Systeme, mit vielen Freiheitsgraden,
deren einzelne Elemente physikalischen Gesetzen folgen, deren
Ausgangszustand aber nicht exakt bestimmt werden kann; somit sind
Vorhersagen über das Verhalten des Systems nur für eine
kurze
Zeitspanne möglich. Beispiele sind gekoppelte Systeme wie Doppel-
oder
Mehrfachpendel, Billardspiele, Brownsche Bewegung von Molekülen
und
Planetenbewegungen.
Quantenchaos: Mikroskopische Systeme, die einer Heisenbergschen
Unschärferelation gehorchen, sind inhärent chaotisch.
Wirtschaft: eine Weile ein modischer Begriff, der vor allem dann
zum Einsatz kam, wenn einer nicht mehr weiterwusste. Kann bisweilen mit
dem Chaos in der Kommunikation zwischen Kopf und Bauch von
Entscheidungsträgern zu tun haben.
Planetologie: zerbrochenes Terrain auf der Oberfläche von
Planeten
oder vergleichbaren Himmelskörpern.
Charged Coupled Device
[Charged Coupled Device]
Zu Deutsch ein ladungsbindendes Gerät, mit der sehr
gebräuchlichen Abkürzung CCD. Es sind Halbbauteile mit einer
Gitterstruktur,
in welchen auftreffende Photonen elektrische Ladungen freisetzen, die nach
einer gewählten Belichtungszeit ausgelesen werden können. CCDs
haben die
Photoplatten weitgehend verdrängt, da ihre Eigenschaften hinsichtlich
Linearität (doppelt soviele Photonen erzeugen doppeltes Signal) und
Quantenausbeute (fast jedes Photon erzeugt ein Signal) jenen weit
überlegen
sind. Negativ ist die kleinere Fläche im Vergleich zu den
Photoplatten.
Images von grossen CCDs (mehr als 2000 x 2000 Pixels) erzeugen sehr grosse
Datenfiles, vor allem bei der Nachbearbeitung der Aufnahmen (image
processing). Das Speichern von CCD Aufnahmen in elektronischen Archiven
stellt die
Verantwortlichen immer wieder vor grosse Herausforderungen ob der schieren
Datenmenge (vor allem durch (halb)automatische Teleskope).
Charon
[Charon]
Mond des Pluto, der mit 1172 km fast die Hälfte des Durchmessers
seines
Mutterplaneten (2500 km) hat. Er wurde 1978 von J.C. Christy entdeckt.
Die Umlaufperiode, wegen der gebundenen Rotation gleich der
Rotationsperiode, beträgt 6 d 9 h 17 min, der Radius der Umlaufplan
um
Pluto ist 19460 km. Die Bahnebene ist relativ zur Bahnebene des Pluto um
die Sonne um 95o geneigt. Aufgrund der gegenseitigen
Bedeckungen von Charon und Pluto konnten die Durchmesser der beiden sehr
gut bestimmt werden, sowie einige Oberflächenmerkmale extrahiert
werden.
Für diese Beobachtungen war das HST von grossem Nutzen, da Pluto und
Charon
mit ihrem scheinbaren Abstand von 0.9 Bogensekunden vom Erdboden nicht als
getrennte Körper beobachtet werden können.
Charons Dichte beträgt nur 1.8 g/cm3, die Masse ist 1.9
·
1021 kg, etwa 16% der Plutomasse. Nach spektroskopischen
Untersuchungen ist die Oberfläche zu grossen Teilen mit Wassereis
bedeckt.
Charon ist eine Figur aus der griechischen Mythologie: es ist der
Fährmann
der Toten über den Fluss Styx.
Chasma
[chasma]
Planetologische Bezeichnung für tief eingeschnittene Täler auf
Planetenoberflächen. Die Bezeichnung stammt aus dem Lateinischen, der
Plural ist Chasmata.
Chemischer Ofen
[fornax]
Ein Sternbild am Südhimmel mit der lateinischen Bezeichnung Fornax,
Genitiv
Fornacis und der Abkürzung For. Es beherbert einen Galaxienhaufen mit
der
cD-Galaxie NGC 1399. Bisweilen wird auch die Bezeichnung Ofen gebraucht.
Chemische Zusammensetzung
[chemical composition]
Die chemische Zusammensetzung gehört zu den Zustandsgrössen von
Sternen,
allerdings zu den nur schlecht bekannten. Durch Spektralanalyse kann man
nur die Sternatmosphäre, also die oberste Schicht, hinsichtlich der
Zusammensetzung aus chemischen Elementen, bei kühlen Sternen auch
Molekülen, untersuchen. Diese Untersuchungen sind sehr
aufwändig, und
daher die Anzahl von gut untersuchten Sternen klein. Qualitative
Untersuchungen sind einfacher durchzuführen. Diese zeigen mit
Ausnahme
einiger Sondertypen eine erstaunliche Gleichförmigkeit: Wasserstoff
dominiert mit 60 bis 70 %, Helium folgt mit 30 bis 50 %
(Massenprozente). Die schwereren Elementen haben nur Anteile von 2 bis 4
%.
Die wichtigsten Sondertypen sind die Heliumsterne, die offenbar kaum
Wasserstoff in der Atmosphäre haben, dafür Helium als
häufigstes Element;
Wolf-Rayet-Sterne mit Stickstoff (Typ N) oder Kohlenstoff (Typ C) in
signifikaten Mengen; metallarme Sterne mit weniger als 1/100 der
Metallhäufigkeit der Sonne (als Metalle werden in der Astronomie alle
Elemente ausser Wasserstoff und Helium bezeichnet).
Chiron
[Chiron]
Ein Planetoid oder eher ausgegaster Kometenkern mit zeitweise schwacher
Aktivität (Schweifbeobachtung 1989), der auf einer sehr
exzentrischen Bahn mit e = 0.379 zwischen Jupiter und Saturn (grosse
Halbachse 13.695 AU) in 50.682 Jahren um die Sonne kreist;
Periheldurchgang
1996). Der Durchmesser
des 1977 von Charles Kowal entdeckten Asteroid 2060 ist etwa 170 km.
Aufgrund der
Nähe zu Jupiter und Saturn ist die Bahn instabil.
Chiron ist eine Figur aus der griechischen Mythologie: es war ein
menschenfreundlicher Kentaur, der Helden wie Achilles und Odysseus erzogen
hat. Er galt als Medizin- und Jagdexperte. Der Götterchef Zeus hat
ihn in
ein Sternbild verwandelt.
Chlor-Sonnenneutrino-Experiment
[Brookhaven-solar neutrino- experiment]
Zur Detektion von Neutrinos von der Sonne wurde in den 1970ger Jahren vom
Brookhaven National Laboratory ein Experiment in 1500 m Tiefe (zum Schutz
vor kosmischer Strahlung) in einer
Mine in South Dacota durchgeführt. Dazu wurde ein Tank mit 400
Kubikmetern Chlorethylen (ein Putzmittel) gefüllt. Wenn ein Neutrino
ein
Chloratom trifft, kann das 37Cl unter Aussendung eines
Elektrons in 37Ar (Argon, ionisert) umgewandelt werden, und aus
dem Molekül herausgetrennt werden. Durch Neutralisation bildet sich
Argon,
welches mit Helium aus dem Chlorethylen herausgewaschen werden kann. Mit
einem Zählrohr kann der beta-Zerfall des Argons zu Chlor nachgewiesen
werden.
Bei dieser Art von Experiment können nur Neutrinos mit einer Energie
von
mehr als 0.81 MeV nachgewiesen werden, welche in der Sonne beim
Betazerfall
von 8Bor zu 8Beryllium entstehen. Diese Reaktion
erzeugt aber nur ein zehntausendstel der Menge von Neutrinos aus der
pp-Kette, die in der Sonne den Hauptanteil an der Energiegewinnung
trägt.
Im Brookhaven-Chlor-Neutrinoexperiment wurden nur 2.2 statt 7.8 SNU (Solar
Neutrino Unit). Als Erklärung dafür wurden entweder eine
Abweichung von
Standardmodell der Sonne oder Neutrinooszillationen angegeben. Nach dem
Gallex-Experiment im Gran Sasso und weiteren Messungen erscheinen die
Neutrinooszillationen, welche nur auftreten können, wenn Neutrinos
eine von
Null verschiedene Ruhemasse haben, als wahrscheinlich.
Chondren
[chondrules]
Kleine Kügelchen von 0.2 - 3.8 mm Durchmesser (die meisten liegen im
Bereich 0.5 - 1.5 mm) in Gesteinsmeteoriten. Sie werden in allen
Chondriten
mit Ausnahme der CI-Untergruppe der Karbonchondriten gefunden. Meist
bestehen die Chondren aus Silikaten oder Glas (Hypersthen, Enstatit,
Bronzit, Pigeonit, Olivin, Serpentin). Der Ursprung der Chondren
ist noch unklar, aber sie scheinen bereits vor ihrem Einbau in
die Chondriten existiert zu haben. Chondren gehören zu den
primitivsten
festen Materialen im Sonnensystem.
Der Name stammt aus dem Griechischen: chondros = Korn.
Chondrit
[chondrite]
Chondrite sind Steinmeteorite, die in der Regel kugelförmige Chondren
enthalten. Die Chondrite sind mit 86 % Anteil die häufigste
Gruppe der
Meteoriten. Sie bestehen hauptsächlich aus Eisen- und
Magnesiumhaltigen
Silikaten, und spiegeln mit Ausnahme der flüchtigen Stoffe die
Zusammensetzung der Sonne wieder. Man unterscheidet drei Arten von
Chondriten nach ihrer chemischen Zusammensetzung:
Kohlige oder C-Chondrite, die etwa 3 % Kohlenstoff enthalten;
sie enthalten den höchsten Anteil an volatilen Substanzen und sind
am
stärksten oxidierten Chondriten. Eisen liegt als FeO und
Fe2O3, Schwefel als SO4 vor, auch Ni
und
Co als Oxide. Die flüchtigen Substanzen liegen in annähernd
solaren
Häufigkeiten vor.
Enstatite oder E-Chondrite, die einen hohen Anteil
strengflüssigen
Elementen (wie Aluminium, Kalzium und Uran) enthalten und hoch-reduziert
sind. Eisen liegt als Metall und FeS vor; alle siderophilen Elemente,
auch Si, als Metalle, Ca, Mn und Cr als Sulfide.
die gewöhnlichen Chondrite liegen im Mittelfeld hinsichtlich
des
Anteils an volatilen Stoffen und des Oxidationsgrades. Eisen in Form von
FeO und FeS.
Von jeder dieser drei Gruppen gibt es weitere Untergruppen nach Textur und
Mineralogie.
Chopper
[chopper]
Eine Vorrichtung in Infrarotteleskopen, mit dem der Strahl schnell
zwischen 2 Punkten am Himmel hin- und hergeschaltet werden kann. Dies wird
benötigt, um den Himmelshintergrund bestimmen und subtrahieren zu
können.
chromatische Aberration
[chromatic aberration]
Chromatische Aberration ist ein Farbfehler, der bei Linsenfernrohren
aufgrund der Wellenlängenabhängigkeit der Brechung von Licht in
Glas
auftritt. Eine Korrekturmöglichkeit ergibt sich aus der Konstruktion
von
Objektiven mit mehreren Linsen aus verschiedenen Glassorten mit
unterschiedlichen Brechungseigenschaften.
Chromosphäre
[chromosphere]
Nicht direkt sichtbare Übergangszone zwischen der Photosphäre
und der
Korona der Sonne und der Sterne. In der Chromosphäre sinkt die
Temperatur von knapp 6000 K am Rand der Photosphäre bis auf etwa 4000
K
bei etwa 500 km Höhe ab, um dann auswärts (6000 K bei 1500 km,
Übergangszone mit starkem Temperaturanstieg ab 2500 km)
zur Korona (Übergang bei etwa 9000 km) hin auf etwa hunderttausend
Grad anzusteigen. Die Dichte fällt von der Grenze zur
Photosphäre von
1021 Teilchen/cm3 auf 1015
Teilchen/cm3 an der Grenze zur Korona.
Der Heizmechanismus ist noch immer Gegenstand intensiver Forschung, hat
aber offenbar mit Magnetfeldern zu tun.
Die Chromosphäre ist sehr inhomogen. Sie zeigt in den höheren
Regionen
Spicules genannte, flammenähnliche Gebilde. Die Spicules sind
kühler als
ihre Umgebung und dauern in der Regel einige Minuten.
Bei totalen Sonnenfinsternissen ist die Chromosphäre als rot
leuchtender
Diamantring sichtbar; die Farbe stammt von der Emission von H-alpha.
Dieser intensiven Farbe verdankt sie ihren Namen, der übersetzt
Farbring
bedeutet. Spektren (Flash-Spektrum) in diesem Augenblick zeigen ein
absorptionslinienfreies Emissionsspektrum.
Mit H-alpha- und Kalzium K-Linienfiltern kann man die
Chromosphäre auch ausserhalb von Sonnenfinsternissen beobachten
(Spektroheliogramme). Ausserhalb
der Erdatmosphäre kann man die Chromosphäre auch in
UV-Emissionslinien
beobachten.
Der Nachweis von Chromosphären bei nahen, sonnenähnlichen
Zwergsternen
gelingt über die Beobachtung in den UV-Emissionslinien.
Chronologie
[chronology]
Die Wissenschaft, die sich mit der Zeit beschäftigt. Die
astronomische
Chronologie hat die Festlegung einer Zeitskala nach astronomischen
Ereignissen zum Inhalt. Dazu gehören die Datierung von
Überlieferungen von
geschichtlichen Ereignissen wie Finsternisse und Planetenkonstellationen.
Chronometer
[chronometer]
Alternative Bezeichnung für Uhr.
Chryse Planitia
[Chryse Planitia]
Ein Becken auf dem Mars mit etwa 1500 km Durchmesser und 5 km Tiefe bei
27
Grad Breite und 36 Grad Länge. Es handelt sich vermutlich um einen
alten
Einschlagskrater. Eine Reihe alter Flussbette weisen auf früheren
Wasserfluss in das Becken hin. Aus diesem Grund wurde es für einen
der
wahrscheinlichsten Orte gehalten, an dem Leben entstanden hätte sein
können. Viking 1, welche zur Klärung dieser Frage 1976 dort
landete, konnte
keine Spuren von Leben entdecken.
[CH-star]
Das hat nicht mit der Conföderatio Helvetica (CH) zu tun. Es ist die
Bezeichnung für einen Typ von Roten Riesen mit starken
Molekülbanden von
Kohlenwasserstoff, CH. Daneben sind auch Linien von Zyanid, CN, und
Kohlenstoff als C2 prominent. CH-Sterne gehören zur
Population
II und finden sich im galaktischen Halo und in Kugelsternhaufen.
[Cir]
Abkürzung für das Sternbild Circinus, zu deutsch: Zirkel.
Circinus
[circinus]
Lateinischer Name des Sternbild Zirkel.
Circlet
[circlet]
Aus dem Englischen stammender Name für einen ringförmigen
Asterismus im
Sternbild Fische. Er setzt sich aus einer Reihe von Sternen vierter und
fünfter Grösse zusammen: gamma, kappa, lambda, TX, iota, theta
und 7
piscium. Er liegt südlich des grossen Pegasusquadrates.
Cirrusnebel
[Cirrus nebula]
Auch als Cygnus-Nebel oder Cygnus-Bogen bekannter Emissionsnebel im
Sternbild Schwan. Es handelt sich um einen Supernovaüberrest einer
etwa
300000 Jahre alten Supernova. Er ist noch sehr gut in der Kreisform
erhalten, und zeigt eine radiale Expansion von etwa 100 km/s. Der Ring hat
einen Durchmesser von 3 Grad (sechsfacher Vollmonddurchmesser) und ist
etwa
750 pc entfernt. Die hellsten Teile sind auch als NGC 6992 (auch
Schleiernebel genannt), NGC 6920, NGC 6979 und NGC 6995 bekannt.
[clast]
Englischer Begriff für ein Fragment eines Gesteins oder Minerals,
welches
in einem anderen eingeschlossen ist. Brekzie ist eine Form dieses Gesteins.
Clathrate
[clathrate]
Eine Bezeichnung für Einschlussverbindungen, das sind chemische
Verbindungen, bei welche eine Wirtskomponente in den käfigartigen
Hohlräumen ihres Kristallgitters eine Gastkomponente aufnimmt, ohne
dass es
zu einer chemischen Bindung kommt. Ein Beispiel
sind (Edel)Gase in Eiskristallen (Clathrat Hydrate).
CLEAN
[CLEAN]
Eine in der Radioastronomie eingesetzte Technik, um den ungewollten
Einfluss von Seitenkeulen zu eliminieren. Dazu muss das Muster der
Störung
durch die Seitenkeulen berechnet oder gemessen werden. Diese Technik wird
vor allem bei Apertur-Synthese Beobachtungen eingesetzt.
Clementine
[clementine]
Eine amerikanische Raumsonde, die im April und Mai 1994 den Mond
kartografierte, wobei Aufnahmen in mehreren Wellenlängenbereichen
gemacht
wurden. Es wurde auch eine Laser-Altimetrie ausgeführt, um die
Oberflächenstruktur zu vermessen. Die Mission lieferte vor allem
eine
Vielzahl von geologischen Erkenntnissen über die
Mondoberfläche, und es
wurden 1996 Vermutungen publiziert, dass in einigen Kratern in
Südpolnähe, die immer im Schatten liegen, Wasser in Form von
Eis
vorhanden sein könnte. Das würde eine allfällige
Besiedlung des Mondes
überhaupt erst ermöglichen - was immer noch nichts über
den Sinn oder
Unsinn eines solchen Unterfangens aussagen würde. Aufgrund einer
Panne
mit der Treibstoffversorgung konnte ein geplantes Rendevous mit dem
Asteroid Geographos (Nr. 1620) nicht stattfinden.
Eine Sorte von Madarinen.
Eine Hausfrau im deutschen Werbefernsehen, die aus unbekannten
Gründen immer von Ariel, einem Uranusmond, geredet hat.
C-Linie
[C-line]
Eine der Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Fraunhofer bezeichnete
die Linien der Reihe nach von Rot nach Blau mit Buchstaben. Die Linie ist
heute bekannter unter dem Namen H-alpha der Balmerserie bei 646.3 nm.
Cluster
[cluster]
Englischer Begriff für Haufen. Je nachdem, mit wem man redet, sind es
Sternhaufen (offene oder Kugelsternhaufen) oder Galaxienhaufen.
[CN band]
Absorptionsbande in den Spektren von meist kühlen Sternen später
Typen
(rote Riesen) mit ausgedehnten Hüllen. Die Bande wird vom Zyanid CN
verursacht.
Cnc
[Cnc]
Abkürzung für das Sternbild Cancer, zu deutsch Krebs.
CNO-Zyklus
[CNO-cycle]
Gängige Abkürzung für den Kohlenstoff-Stickstoff oder
Kohlenstoff-Stickstoff-Sauerstoff Zyklus. Die Abkürzung
beruht auf den chemischen Symbolen C, N, O der beteiligten
Elemente.
CN-Stern
[CN star]
Eine Sorte von Riesensternen mit abnorm starken Absorptionsbanden von
Zyanid, CN, in den Spektren.
[COAST]
Abkürzung für das Cambridge Optical Aperture Synthesis
Telescope.
COBE
[COBE]
Abkürzung für Cosmic Background Explorer.
CoD
[CoD]
Abkürzung für Cordoba Durchmusterung.
coded mask
[coded mask]
Blenden, die nach einem Zufallsmuster verteilt sind, und in
nichtabbildenden Röntgen- und Gammateleskopen eingesetzt werden. Eine
Röntgen- oder Gammaquelle erzeugt auf dem hinter der Maske liegenden
Detektor ein Schattenmuster, aus dem mit einem Dekonvolutionsalgorithmus
mit einem Computer ein Bild rekonstruiert werden kann.
Coelostat
[coelostat]
Sonnenteleskop. Häufig in Sonnentürmen eingebaut. Auch als
Zölostat bezeichnet. Das besondere an Coelostaten ist, das das
Bildfeld
nicht gedreht wird, und dass empfindliche Apparate nicht mitbewegt werden
müssen. Ein Coelostat mit einem einzigen (ebenen) Spiegel kann
benutzt werden, um
Objekte in einer Deklination zu beobachten. In der Regel wird ein zweiter
Spiegel benutzt, um Objekte an verschiedenen Deklinationen beobachten zu
können.
Coesit
[coesit]
Der Coesit ist ein Mineral, das als Hochdruckmodifikation von
Siliciumdioxid,
SiO2, entstehen kann, wenn eine Schockwelle beim Aufschlag
eines Meteoriten durch eine quartzhaltige Schicht läuft. Es sind
Temperaturen von 450° bis 800° Celsius und ein Druck von 38 kBar
nötig,
um dieses Mineral zu erzeugen. Es sind klare, farblose Kristalle, die in
der Nähe von Meteoritenkratern gefunden werden können.
Coesite wurden 1953 erstmals synthetisch hergestellt, der erste Nachweis
in Meteoritenkratern gelang 1960.
Col
[Col]
Abkürzung für Columba.
colatitude
[colatitude]
Englischer Begriff für das Komplement zur Breite: 90° minus die
Breite eines Körpers.
Cold Dark Matter
[cold dark matter]
Kalte dunkle Materie, meist mit der Abkürzung CDM bezeichnet.
Columba
[columba]
Sternbild des Südhimmels mit dem Genitiv Columbae, der Abkürzung
Col und
dem deutschen Namen Taube.
Com
[Com]
Abkürzung für Coma Berenices.
Coma Berenices
[coma berenices]
Sternbild des Nordhimmels mit dem Genitiv Comae Berenices und der
Abkürzung
Com. Im deutschen als Haar der Berenike bekannt. Ein Teil der
überwiegend
leuchtschwachen Sterne (alpha comae berenices, oder das Diadem, hat eine
visuelle Helligkeit von 4.3 mag)
gehört zu einem losen offenen Sternhaufen.
In diesem Sternbild befindet sich der galaktische Nordpol. Da der Blick in
dieser Richtung ungetrübt durch die Gas- und Staubwolken
der
galaktischen Scheibe ist (Zone of Avoidance), finden sich hier viele
extragalaktische Systeme, unter anderem der Coma-Haufen und noch ein Teil
des Virgo-Haufens. Die bekannten Galaxien M64 und NGC4565 gehören
nicht zu
diesen Haufen, sondern sind relativ nahe Galaxien in etwa 6 Mpc Entfernung.
Von Mitteleuropa ist das Sternbild am besten im Frühjahr
zu beobachten.
Berenike war eine ägyptische Königin.
Comagalaxienhaufen
[Coma cluster]
Alternativer Begriff für Coma-Haufen.
Coma-Haufen
[Coma cluster]
Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike mit mehr als 3000 bekannten
Mitgliedern in etwa 100 Mpc Entfernung. Als ein prominenter Haufen ist er
auch mit der Nummer 1656 in Abells Katalog enthalten. Der scheinbare
Durchmesser beträgt mehr als 4°, der tatsächliche
Durchmesser mehr als
6 Mpc. In den zentralen Bereichen dominieren elliptische und S0-Galaxien.
Die hellsten, z.B. NGC4878 und NGC 4889, haben mehr als 1011
Sonnenleuchtkräfte. Die Masse des Haufens wird auf 2 ·
1015 geschätzt. Der Coma-Haufen wurde lange Zeit
als Musterbeispiel eines regulären Haufens
angeführt,
bis man mit Hilfe von Geschwindigkeitsdaten der Haufengalaxien einfallende
Unterstrukturen festgestellt hat.
Coma Sternhaufen
[Coma Star Cluster]
Der Coma Sternhaufen im Sternbild Coma Berenices hat etwa 100 Mitglieder,
von welchen die hellste knapp 4 mag hell sind. Der Haufen überdeckt
mehrere Grad und ist etwa 80 pc entfernt. Er ist auch unter dem Namen
Melotte 111 bekannt.
Comes
[comes, companion]
Lateinischer Begriff für Begleiter, womit die
leuchtschwächere Komponente
von Doppelsternsystemen bezeichnet wird. Die Mehrzahl ist comites.
Common Envelope Binary
[Common Envelope Binary]
Eine spezielle Form von Doppelsternsystemen, in welcher der kompaktere
Begleiter innerhalb der ausgedehnten, dünnen Hülle eines
Riesensterns
umläuft. Man nimmt an, dass alle kataklysmischen Doppelsternsysteme
mit
einem Weissen Zwerg oder einem Neutronenstern eine solche Phase
durchlaufen haben, aber es gibt keinen Beobachtungsnachweis für einen
solchen Stern.
Commonwealth-Observatorium
[Commonwealth observatory]
Sternwarte auf dem Mount Stromlo bei Canberra mit einem 1.88 m und einem
1.27
m Reflektor und einem 50/65cm Schmidt-Teleskop. Es gibt auch noch einen
0.66 m Refraktor.
Compton-Effekt
[Compton effect]
Streuprozess von elektromagnetischer Strahlung an Elektronen. Dabei
ändert
sich die Richtung und Wellenlänge der Strahlung, die Elektronen
werden
weggekickt. Der Prozess wurde 1923 von A.H. Compton entdeckt.
Man unterscheidet nach dem gewöhnlichen Comptoneffekt, bei
welchem
Photonen (meist hochenergetische Röntgen- und Gammastrahlen)
Elektronen
beschleunigen, und den inversen Comptoneffekt, bei welchen
energiearme Photonen (aus der kosmischen Hintergrundsstrahlung oder
Sternen) durch Stösse mit hochenergetischen Elektronen zu
Röntgen- oder
Gammaphotonen werden.
Compton Gamma Ray Observatory
[Compton Gamma Ray Observatory]
Auch unter der Abkürzung CRO bekanntes Satellitenobservatorium, das
im
April 1991 von der NASA gestartet wurde. Der Satellit hat vier Instrumente:
BATSE (Burst and Transient Source Experiment) zur Untersuchung von
Gamma Ray Bursts (0.1 - 10 MeV oder 0.00012 nm - 0.012 nm),
EGRET (Energetic Gamma Ray Experiment Telescope) (0.02 - 30 GeV
oder
4 · 10-8 nm - 6 · 10-5 nm.
Compton-Streuung
[Compton scattering]
Alternative Bezeichnung für den Compton-Effekt.
Concordia
[Concordia]
Namensgebender Asteroid für die Concordia-Gruppe. Er hat die Nummer
58, 104
km Durchmesser, wurde 1860 von Karl Theodor Rober Luther entdeckt. Die
Bahndaten: grosse Halbachse 2.703 AU, Umlaufzeit 4.44 Jahre,
Periheldistanz 2.59 AU, Apheldistanz 2.82 AU, Inklination 5°.1.
Concordia hat ein C-Klassen-Spektrum.
Concordia-Familie
[Concordia family]
Eine Familie von Asteroiden. Sie liegt im Hauptgürtel mit mittleren
Entferungen von 2.70 bis 2.75 AU von der Sonne mit Bahninklinationen
zwischen 4° und 6°. Die drei grössten Mitglieder Concordia,
Nemesis
und Isabella haben C-Klassen-Spektren.
Cooling flow
[cooling flow]
Ein vielleicht mit Kühlungsstrom zu übersetzender technischer
Ausdruck für
eine Mechanismus, welcher heisses Gas in elliptische Riesengalaxien in den
Zentren von Galaxienhaufen einfliessen lässt. Durch die Verdichtung
in den
Galaxien wird die Kühlung des Gases effizienter, wodurch sich der
Druck
verringert, und weiteres Gas nachströmen kann. Das Gas kann ins
Zentrum
oder nahe dahin der Galaxie strömen. Was dort damit passiert, ist
indes
noch unklar. Es konnten bislang keine Beweise für die Entstehung von
Sternen erbracht werden, oder für ein Füttern eines
zentralen
supermassiven Schwarzen Loches. Eventuell wird das Gas aber in aktiven
Phasen des Galaxienkerns verbraucht, wenn Wechselwirkungen in der
Akkretionsscheibe eines zentralen Schwarzen Loches harte Strahlung und
Jets
von mit hoher Geschwindigkeit ausströmenden Gases produzieren.
Copernicus
[Copernicus]
Ein Mondkrater, am Rande des Oceanus Procellarum gelegen, von 90 km
Durchmesser und etwa 5500 m hochen Randgebirge. Bei Vollmond sind seine
bis 500 km langen Strahlen gut sichtbar. Benannt nach dem
polnischen Kirchenmann und Astronomen Nikolaus Kopernikus (Nikolaj
Koppernigk).
Copernicus-Satellit
[Copernicus spacecraft]
Einer der OAO-Satelliten der NASA (OAO-3), der am 21.8.1972 gestartet
wurde
und mit Gamma-, Röntgen- und UV-Instrumenten ausgestattet war. Er war
bis 1980 in Betrieb. Ausgestattet war er mit einem 0.81 m UV-Teleskop zur
UV-Spektroskopie von heissen Sternen im Wellenlängenbereich von 70 nm
- 300
nm. Drei kleinere Röntgenteleskope waren ebenfalls mit an Bord.
Weitere
Forschungsergebnisse konnten im Bereich der Interstellaren Materie (ISM)
erzielt
werden durch Beobachtung des Absorptionsverhaltens von ISM vor
Sternspektren.
Coprates
[Coprates]
Eine dunkle, langgezogene Struktur auf der Marsoberfläche bei
-15°
Breite, 65° Länge, welches auch als Valles Marineris bekannt ist.
Es
handelt sich um eine ausgedehntes Canyonsystem. Ein alter Name ist
Agathodaemon.
Cor Caroli
[Cor Caroli]
Name des Doppelsterns alpha Canum Venaticorum. Die hellere Komponente ist
vom Spektraltyp A0 und hat eine scheinbare Helligkeit von 2.9 mag. Es ist
der Prototyp für die magnetischen Variablen (Alpha Canum Venaticorum
Veränderliche), die neben der Helligkeitsveränderung auch eine
Variabilität der Spektren zeigen. Die Helligkeitsvariationen hier
sind 0.1
mag mit einer Periode von 5.5 Tagen. Die schwächere Komponente ist
vom
Spektraltyp F0 mit einer scheinbaren Helligkeit von 5.6 mag. Die
Entfernung beträgt 40 pc.
Cordelia
[Cordelia]
Der innerste Uranusmond, der auf einer Kreisbahn von 49750 km in 8.1 h den
Uranus umläuft. Sie wurde 1986 von Voyager 2 entdeckt und ist
zusammen mit
Ophelia Hirtenmond für den epsilon Ring des Uranus. Ihr Durchmesser
ist
etwa 50 km.
Córdoba Durchmusterung
[Córdoba Durchmusterung]
Der Südhimmelsteil der Bonner Durchmusterung, der in Córdoba,
Argentinien, für die Deklinationen -22° bis -90° erstellt
wurde.
Sie enthält 614000 Sterne.
Corioliskraft
[Coriolis force]
Eine Scheinkraft, die bewegte Körper, Flüssigkeiten oder Gase
auf den
Oberflächen rotierender Körper ablenkt. Auf der Erde
verspüren bewegte
Objekte auf der Nordhalbkugel eine Ablenkung nach rechts, auf der
Südhalbkugel nach links. Am Äquator wirkt die Corioliskraft
senkrecht zur
Oberfläche. Die Corioliskraft ist verantwortlich für die
Aufwicklung der Zyklone (Tiefdruckgebiete) und Antizyklone
(Hochdruckgebiete). Vor der allgemeinen Berechung durch Gustave Gaspard de
Coriolis hat der englische Meteorologe George Hadley 1735 den Einfluss der
Erdrotation auf die Bewegung der Luftmassen erkannt.
Corona
[corona]
Lateinisches Wort für Krone oder Kranz. Die Mehrzahl ist Coronae, der
Genitiv ebenfalls Coronae. In der Planetologie bezeichnet man
Struktureinheiten auf Planeten mit konzentrischen Strukturen um einen
kreisförmigen oder ovalen Kern als Coronae. In der Sonnen- und
Stellarphysik
bezeichnet man die heissen, äussersten Schichten der
Sternatmosphären als
Corona oder Korona. Diese haben Temperaturen von mehr 1 Mio Kelvin und
sind
daher hochionisiert (Sonnenkorona).
Corona Australis
[Corona Australis]
Ein kleines Sternbild am Südhimmel mit dem Genitiv Coronae Australis,
der
Abkürzung CrA und dem deutschen Namen Südliche Krone. Ein
alternativer
Name ist Coronae Austrinus. Obwohl die hellsten Sterne (alpha und beta)
gerade 4.1 mag hell sind, ist aufgrund der Anordnung relativ leicht zu
erkennen.
Corona Borealis
[Corona Borealis]
Sternbild am Nordhimmel mit dem Genitiv Coronae Borealis, der
Abkürzung
CrB und dem deutschen Namen Nördliche Krone. Von Mitteleuropa aus am
besten
im Sommer sichtbar. Der hellste Stern, alpha Coronae Borealis, heisst
Gemma (Edelstein) oder Alphecca und hat eine scheinbare Helligkeit von 2.2
mag. R Coronae Borealis ist der Prototyp einer Gruppe von
Veränderlichen,
die plötzlich und unvorhersehbar verblassen. T Coronae Borealis ist
eine
rekurrierende Nova, die 1866 und 1946 beobachtete Ausbrüche hatte.
Der
Stern wurde bis 2 mag hell, und fiel innert eines Monats auf 10.8 mag,
seine übliche Helligkeit. Kleinere Ausbrüche wurden im UV
beobachtet. Es
ist ein spektroskopischer Doppelstern mit einem Roten Riesen und einem
Weissen Zwerg und einer Umlaufperiode von 227.6 Tagen. Im englischen
Sprachraum auch als Blaze Star bekannt.
Coronal transients
[coronal transients?]
Rasche Störungen in der Sonnenkorona im Gefolge von Flares oder
Protuberanzenausbrüchen. Dabei wird koronale Materie
blasenförmig nach
aussen geworfen. Im Extremfall können diese Blasen die Grösse
der
Sonnenscheibe erreichen.
Corvus
[Corvus]
Sternbild am Südhimmel mit dem Genitiv Corvi, der Abkürzung Crv
und dem
deutschen Namen Rabe. Von Mitteleuropa aus im Frühling knapp
über dem
Horizont sichtbar. Der hellste Stern, gamma Corvi, hat eine scheinbare
Helligkeit von 2.6 mag.
Cos-B
[Cos-B]
Europäischer Satellit (ESA) mit einem Gammaobservatorium, der am
9.8.1975
gestartet wurde. Er war bis April 1982 im Einsatz. Er hatten einen
elliptischen
Orbit um die Erde. Hauptuntersuchungsgebiet waren Gammaquellen in der
galaktischen Ebene im Energiebereich von 70 MeV bis 5 GeV (2.5 ·
10-7 nm - 2 · 10-5 nm. Als Detektor
wurden Wolframplatten und Funkenkammern eingesetzt: die Gammaquanten
erzeugen in den Platten Elektron-Positron-Paare, die in der Funkenkammer
nachgewiesen werden können. Zu den bekanntesten Entdeckungen
gehören der
Crab- und der Velapulsar sowie der Quasar 3C273.
Cosmic Background Explorer
[Cosmic Background Explorer]
Ein Satellit der NASA, gestartet im November 1989, ausgestattet mit einem
IR- und Mikrometerwellenobservatorium. Das Ziel der Mission war, die
kosmische Hintergrundstrahlung (KHS, oder CBR für Cosmic Background
Radiation) zu messen. Unregelmässigkeiten in der KHS wurden mit einer
Dreiergruppe
von Differential Microwave Radiometers (DMRs) vermessen; das Ergebnis
waren Fluktuationen von der Grösse 1/100000. Das Far-Infrared
Absolute
Spectrometer (FIRAS) vermass das Spektrum der KHS, welches ein nahezu
perfektes Schwarzkörperspektrum von 2.73 K ist. Das Diffuse Infrared
Background
Experiment (DIRBE), welches Protogalaxien, bzw. Galaxien in frühen
Entstehungsstadien finden sollte.
Cosmos-Satelliten
[Cosmos-satellites]
Auch Kosmos-Satelliten. Die Nachfolger der Sputniks, die seit März
1962 von der
Sowjetunion und nachfolgend von Russland für alle erdenklichen Zwecke
eingesetzt werden.
COSPAR
[COSPAR]
Eine in Paris logierende Organisation, die wissenschaftliche Programme,
die anlässlich des Internationalen Geophysikalischen Jahres (1958)
gestartet wurden, fortführen soll. Mit vollem Namen heisst sie
Committee on
Space Research. Gegründet wurde sie vom International Council of
Scientific Unions.
Coudé-Fokus
[coudé focus]
Ein Brennpunkt, der bei äquatorial montierten Teleskopen in der
Polachse
liegt. Das Licht wird vom Hauptspiegel auf einen konvexen
Sekundärspiegel
auf einen planen Tertiärspiegel in die Deklinationsachse gelenkt, und
dort
über zwei weitere Planspiegel in die Polachse eingelenkt. Da der
Coudé-Fokus stationär ist, eignet er sich für den
Anschluss von
schweren Geräten, oft in einem eigenen Coudé-Raum. Häufig
handelt es
sich dabei um Spektrografen. Coudé ist französisch und
bedeutet
Ellbogen, was auf die Form des Strahlengangs hinweist.
Coudé-System
[Coudé-system]
Eine Spiegelteleskop mit einem Coudé-Fokus.
Couder-Teleskop
[Couder telescope]
Ein nach dem französischen Optiker André Couder benannter
Teleskoptyp, der
auf einem Ritchey-Chrétien-Typ basiert. Er hat einen
asphärischen konkaven
Hauptspiegel und einen konkaven elliptischen Sekundärspiegel. Diese
Teleskope haben ein weites Gesichtsfeld, ein kleines
Öffnungsverhältnis und
sind frei von Koma, Astigmatismus und sphärischer Aberration.
Nachteilig
sind das gekrümmte Bildfeld und, dass der Fokus im Instrument liegt,
und
somit nicht für visuelles Beobachten geeignet ist.
[C-process]
Fusionsprozess in massereichen Sternen, in welchen Kohlenstoff zu
Magnesium
und Neon verbrannt wird. Der C-Prozess benötigt Temperaturen von 800
Mio
K. Der Prozess kann nur noch sehr kurze Zeit unterhalten werden, und
bringt dem Stern nur noch wenig Energie im Vergleich mit der
Wasserstofffusion und dem Triple-Alpha-Prozess, in welchem das hier
verbrennende 12C entsteht. Allerdings ist der Prozess wie der
bei mehr als einer Milliarde K einsetzende O-Prozess für die
Elementsynthese von entscheidender Bedeutung für die Produktion
schwerer
Elemente bis 56Fe (Eisen).
CP-Sterne
[CP-stars]
Sterne mit chemischen Besonderheiten (Chemical Peculiarities), das heisst,
die Sterne haben (starke) Abweichungen von der üblichen
Elementzusammensetzung in ihren Atmosphären.
[CrA]
Abkürzung für das Sternbild Corona Australis.
Crabnebel
[Crab Nebula]
Slangausdruck für Crab nebula oder Krebsnebel.
Crab nebula
[Crab Nebula]
Englische Bezeichnung für den Krebsnebel.
Crab Pulsar
[Crab pulsar]
Übliche Bezeichnung für den Pulsar PSR 0531+21 (in älteren
Quellen auch
noch als NP0532 genannt) im Krebsnebel. Der Crab Pulsar gehört zu den
Millisekunden-Pulsare mit einer Rotationsperiode von 33.3 ms. Die
Dezelerationsrate beträgt 36.4 ns pro Tag; d.h. die Rotationsdauer
nimmt
pro Tag um diese 36.4 ns (Nanosekunden = Milliardstel Sekunden) zu. Die
dabei verlorengehende Rotationsenergie geht in Mitbewegung der
Magnetosphäre des Neutronensterns, in welchem Teilchen auf
relativistische
Geschwindigkeiten beschleunigt werden und stark gebündelte
Synchrotronstrahlung aussenden. Der Crab Pulsar stammt aus der
Supernovaexplosion von 1054 und ist einer der jüngsten beobachtbaren
Pulsare. Entdeckt wurde er 1968 im Radiobereich (daher auch als Taurus A
bekannt), 1969 konnte er erster
Pulsar im optischen Wellenlängenbereich nachgewiesen werden. Er
erscheint
im visuellen als Stern 16 mag. Der Crab Pulsar ist auch im Röntgen-
und
Gammalicht sichtbar. Die Entfernung ist etwa 2 kpc.
CrAO
[CrAO]
Abkürzung für das Crimean Astrophysical Observatory, das
ukrainische
Astrophysikalische Observatorium auf der Krim.
Crater
[Crater]
Sternbild am Südhimmel mit dem Genitiv Crateris, der Abkürzung
Crt und dem
deutschen Namen Becher (ursprünglich aus dem Griechischen =
Mischkrug).
Der hellste Stern, delta Crateris, hat eine scheinbare visulle Helligkeit
von 3.6 mag. Das Sternbild ist sehr unauffällig. Auch sonst bietet es
nichts Besonderes.
CrB
[CrB]
Abkürzung für das Sternbild Corona Borealis.
Crêpe-Ring
[crêpe ring]
Populäre Bezeichnung für den C-Ring des Saturn. Er liegt
innerhalb des
B-Rings und hat eine Dicke von 17500 km. Die Innenseite ist 74500 km vom
Saturnmittelpunkt entfernt. Er ist nicht sehr prominent.
Cressida
[Cressida]
Einer der kleinen Monde des Uranus. Es ist der viertinnerste Mond mit
einem Abstand von 61780 km und einer Umlaufperiode von 0.464 Tagen = 11.1
Stunden. Ein
alternativer Name ist Uranus IX. Der Durchmesser ist nur 62 km. Er wurde
von Voyager 2 im Jahr 1986 entdeckt. Die Bahnebene liegt sehr gut in der
Äquatorebene des Uranus.
Crimean Astrophysical Observatory
[Crimean Astrophysical Observatory]
In Nauchny, 600 m über dem Meer, auf der Krim gelegenes Observatorium
mit
einem 2.6 m Spiegelteleskop, zwei 1.25 m Reflektoren, einem 1 m
Sonnenteleskop und einem Gammateleskop. Weiter gehören Teleskop am
und auf
dem Berg Koschka in der Nähe von Simeis zum CrAO, darunter ein 22 m
Radioteleskop. Das Observatorium wurde 1912 als Aussenstelle des Pulkovo
Observatoriums gegründet, im 2. Weltkrieg zerstört und
anschliessend
wieder aufgebaut. Bis 1991 wurde es von der Akademie der Wissenschaften
der UdSSR betrieben, seither von der Ukraine.
Crt
[Crt]
Abkürzung für das Sternbild Crater.
Cru
[Cru]
Abkürzung für das Sternbild Crux.
Crux
[crux]
Lateinischer Name des südlichen Sternbildes mit dem Genitiv Crucis,
der
Abkürzung Cru und dem deutschen Namen Kreuz (des Südens). Die
vier
hellsten Sterne ergeben ein kleines Kreuz. Es wird oft mit dem false
cross, dem flaschen Kreuz, in seiner Nachbarschaft verwechselt, welches
grösser erscheint. Die Milchstrasse zieht sich durch das Kreuz des
Südens,
in welchem eine markante Dunkelwolke, der Kohlensack, liegt. Der hellste
Stern, alpha crucis oder Acrux, hat eine visuelle scheinbare Helligkeit
von 0.76 mag. Er ist etwa 150 pc entfernt und ein visueller Doppelstern,
beide
Komponenten vom Spektraltyp B. Beta Crucis oder Mimosa hat eine scheinbare
visuelle Helligkeit von 1.2 mag, gamma Crucis 1.6 mag und delta Crucis 2.8
mag. Epsilon Crucis fungiert als Symmetriebrecher des sonst
gleichmässig geformten Drachens oder Kreuzes. Alle anderen Sterne
sind
schwächer als 4 mag. Erwähnenswert ist noch das
Schmuckkästchen, ein
offener Sternhaufen, NGC 4755, um den Stern kappa Crucis.
Crv
[Crv]
Abkürzung für das Sternbild Corvus, zu Deutsch Rabe.
[C-star]
Kurzbezeichnung für Kohlenstoffsterne, in der
Morgan-Keenan-Klassifikation.
Das sind Sterne der Spektralklasse R und N in der Harvard-Klassifikation
(also ähnliche Spektren wie M),
und der Leuchtkraftklasse III, also Rote Riesen. Die Sterne zeigen starke
Absorptionsbande der Moleküle CN (Zyan oder Cyan), CO (Kohlenmonoxid)
und
Kohlenstoff C2. Oft zeigen sie auch Lithiumlinien.
Bezeichnung für die Regionen um die Spitzen des
sichelförmigen
Mondes, der Venus, des Merkurs von der Erde ausgesehen, oder von
Himmelskörpern von Satelliten aus gesehen.
Die steil ansteigenden Dichteprofile in den Zentren von Galaxien
oder Sternhaufen. Das Gegenteil sind core profiles.
Cusp-Kappe
[cusp cap]
In der Regel für die hellen Kappen an den Hörnern
(Cusps) der
Venus verwendete Bezeichnung, die an die Polkappen erinnert.
[Cyg]
Abkürzung für das Sternbild Cygnus, zu deutsch Schwan.
Cyg A
[Cyg A]
Abkürzung für die Radioquelle Cygnus A.
Cygnus
[Cygnus]
Lateinischer Name des Sternbilds Schwan mit dem Genitiv Cygni und der
Abkürzung Cyg. Es ist ein prominentes Sternbild am Sommerhimmel auf
der
Nordhemisphäre, das manchmal auch als Kreuz des Nordens bezeichnet
wird.
Das Band der Milchstrasse läuft entlang des Körpers
des
Schwans. Der hellste Stern, alpha Cygni oder Deneb, bildet zusammen mit
der Wega und Atair das Sommerdreieck. Es hat eine visuelle scheinbare
Helligkeit von 1 mag. Albireo oder beta Cygni, der Kopfstern des Schwans,
ist ein enger visueller Doppelstern mit einer roten und einer blauen
Komponente. Weitere bekannte Objekte sind der Doppelstern 61 Cygni,
welcher
der erste Stern ist, von welchem die Entfernung bestimmt werden konnte. P
Cygni ist ein veränderlicher blauer Überriese mit einer
scheinbaren
visuellen Helligkeit von 5 mag. SS Cygni ist die hellste bekannte
Zwergnova. NGC 6826 ist ein Planetarischer Nebel.
Viele Sternhaufen, am bekanntesten der offene Haufen M39, liegen im
Schwan, als auch eine ganze Reihe von Gas- und Dunkelwolken wie dem
Nordamerikanebel und dem Cygnusbogen. Desweiteren
sind die Radiodoppelquelle Cygnus A, eine der stärksten Radioquellen
des
Himmels, und die Röntgenquelle Cygnus X-1, die als erster guter
Kandidat
für ein schwarzes Loch von stellarer Masse gilt. Es gibt noch vier
weitere
Röntgenquellen im Cygnus.
Cygnus A
[Cygnus A]
Die nach der Sonne und Cassiopeia A dritthellste Radioquelle des Himmels
ist diese Doppelradioquelle im Schwan. Das optische Gegenstück, 1952
identifiziert, ist eine
elliptische Galaxie in einer Entfernung von etwa 250 Mpc. Die Quelle der
Radiostrahlung könnten die beiden Kerne von zwei verschmelzenden
Galaxien
sein.
Cygnus X-1
[Cygnus X-1]
Röntgendoppelstern im Sternbild Cygnus, dessen optisch unsichtbare
eine
Komponente als Kandidat für ein Schwarzes Loch stellarer Masse gilt.
Die
andere Komponente ist ein Überriese mit geschätzt 20
Sonnenmassen. Aus der
Dopplerverschiebung der sichtbaren Komponente kann man die Masse des
Schwarzen Loch-Kandidaten auf 5 bis 15 Sonnenmassen berechnen, je nach
Annahme der Inklination der Bahn relativ zur Beobachtungsrichtung. Da
diese
Masse für einen Neutronenstern deutlich zu gross ist, wird die
Annahme
eines Schwarzen Loches als plausibel gewertet.
Cygnus X-3
[Cygnus X-3]
Ebenfalls eine Röntgendoppelquelle, die auch im Very High Energy
(VHE)-Bereich periodische Strahlung aussendet. Damit ähnelt sich
Herkules
X-1.
Cygnus X-5
[Cygnus X-5]
Diffuse Röntgenquelle, die mit Teilen des Cygnusbogens, eines
Supernovaüberrestes, übereinstimmt.
Cyg X-1
[Cyg X-1]
Abkürzung für die Röntgenquelle Cygnus X-1.