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Glossar: C

Index: Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

C

[C] Chemisches Symbol für Kohlenstoff (Carbon).

Ca

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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Ca

[Ca] Chemisches Symbol für Calcium (Kalzium).

Cae

[Cae] Abkürzung für Caelum.

Caelum

[caelum] Ein eher unscheibares Sternbild am Südhimmel mit der Abkürzung Cae und dem deutschen Namen Grabstichel.

Calciumlinien

[calcium lines] Spektrallinien des Calciums. Meistens werden damit die prominenten H und K-Linien bezeichnet. Diese Benennung wurde von J. Fraunhofer eingeführt bei der Klassifizierung der Absorptionslinien (Dunkellinien) im Sonnenspektrum. Calciumlinien werden für die Entfernungsabschätzung von entfernten O- und B-Sternen verwendet: Calciumparallaxe.

Calciumparallaxe

[calcium parallax] Eine Methode zur Abschätzung der Entfernung von heissen Sternen (O- und B-Sterne). Hier nutzt man die Absorption von interstellaren Gaswolken, welche Calcium enthalten, unter der Annahme, dass das Gas einigermassen homogen verteilt ist: in diesem Fall nimmt die Stärke der Calciumlinien mit der Weglänge durch die Gaswolken zu. Somit sind die Linienstärken ein Mass für die Entfernung dieser Sterne im Hintergrund. Mit dieser Methode ist man auf Sterne beschränkt, die selbst keine oder geringe Calciumlinien zeigen (eben die heissen vom Typ O und B). Ein grosser Schwachpunkt ist die bekanntermassen sehr ungleichmässige Verteilung der interstellaren Materie.

Caldera

[caldera] Aus dem Spanischen stammendes Wort für vulkanische Einbruchskessel.

Calypso

[Calyso]
  1. Ein Tanz aus der Karibik.
  2. Ein kleiner Mond des Saturn von etwa 30 km x 16 km und einer unregelmässigen Gestalt, der 1980 von Voyager 1 entdeckt wurde. Er läuft im Librationspunkt L5 in gleicher Bahn wie Tethys hinter dieser um Saturn. Sein Bahnradius sind 294660 km, die Umlaufzeit 45.3 Stunden. Die Bahnebene ist etwa 1o gegen die Äquatorebene des Saturn geneigt.

Cam

[Cam] Abkürzung für das Sternbild Camelopardalis.

Camelopardalis

[Cameloparalis] Im Deutschen als Giraffe bekanntes ausgedehntes Sternbild (in Breiten um 50o zirkumpolares) am Nordhimmel mit der Abkürzung Cam. Der Genitiv ist Camelopardalis. Es gibt auch die Form Camelopardus mit Genitiv Camelopardi.

Cancer

[cancer] Im Deutschen als Krebs bekanntes Sternbild mit der Abkürzung Cnc und dem Genitiv Cancri. Das im Winter am Abendhimmel sichtbare Tierkreiszeichen beheimatet den offenen Sternhaufen Praesepe und den offenen Sternhaufen M67 sowie den Krebsnebel (crab nebula), einen Supernovaüberrest von einer Supernova aus dem Jahr 1054.

Candela

[Candela] Physikalische (SI-)Einheit für Lichtstärke. Die Candela wurde 1979 neu definiert. Die Definition: Licht einer monochromatischen Quelle von 540 · 1012 Hz (550 nm) in einer definierten Richtung entspricht einer Strahlung von 1/683 Watt pro Steradiant.

Canes venatici

[canes venatici] Im Deutschen als Jagdhunde bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CVn und dem Genitiv Canum Venaticorum. Der nördliche Teil dieses Sternbildes ist in Breiten um 50o zirkumpolar. Es beherrbergt einen Galaxienhaufen und die wechselwirkende Scheibengalaxie M51, die mit einem Feldstecher wahrnehmbar ist. Desweiteren liegt der Kugelsternhaufen M3 in diesem Sternbild.

Canis maior

[canis major] Im Deutschen als grosser Hund bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CMa und dem Genitiv Canis Maioris. Der hellste Stern des Sternhimmels ist alpha Canis Maioris oder Sirius. Der offene Sternhaufen M41 liegt im grossen Hund.

Canis minor

[canis minor] Im Deutschen als kleiner Hund bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CMi und dem Genitiv Canis Minoris. Es ist im Winter in Breiten um 50o in südlichen Himmelsregionen sichtbar und berherrbergt mit Procyon, alpha Canis Minoris, einen der hellsten Sterne am Himmel.

Canopus

[Alpha Carinae] Im Deutschen auch Kanopus genannter hellster Stern im Sternbild Carina (Kiel des Schiffes), Alpha Carinae. Mit -0.7 mag ist es nach Sirius der zweithellste Stern. Die Entfernung vom Sonnensystem sind 40 parsec, der Spektraltyp ist F0, die Leuchtkraftklasse II. Andere Quellen stufen ihn als F0 Ib in 170 pc ein, bzw. als A9 mit unbekannter Leuchtkraftklasse in 23 parsec. Von mittleren Breiten der Nordhalbkugel ist Kanopus nicht sichtbar.

Cap

[Cap] Abkürzung für Capricornus.

Capella

[Capella] Der Name Capella stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ziege. Capella ist auch als Alpha Aurigae, als hellster Stern im Sternbild Fuhrmann bekannt. Die scheinbare visuelle Helligkeit ist 0.08 mag, somit ist die Capella einer der hellsten Sterne am Himmel. Es handelt sich um einen spektroskopischen Doppelstern mit den Komponenten der Spektralklassen G8 und G1 der Leuchtkraftklasse III. Die Umlaufperiode beträgt 104 Tage. Capella ist 13 parsec entfernt. Mittels Interferometrie konnten die beiden Komponenten getrennt aufgelöst werden.

Caph

[Caph] Stern in der Cassiopeia mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 2.25 mag. Der Name stammt aus dem Arabischen (tatsächlich eine Verkürzung) und bedeutet etwa “die gefärbte Hand”.

Capricornus

[capricornus] Im Deutschen als Steinbock bekanntes Sternbild des Zodiak. Sichtbar am Südhimmel im Herbst nach der Abenddämmerung.

Car

[Car] Abkürzung für Carina.

Carina

[carina] Im Deutschen als Kiel oder Schiffskiel bekanntes Sternbild. Der Name stammt aus dem Lateinischen. Carina ist (wie man am “moderenen”, d.h. nicht der antiken Mytholgie entstammenden Namens, erkennen kann) am Südhimmel angesiedelt. Die Milchstrasse durchquert das Sternbild.
Der hellste Stern, alpha Aurigae oder Kanopus, ist nach Sirius der Stern am Himmel mit der zweitgrössten scheinbaren visuellen Helligkeit - kurz, mit blossem Auge der zweithellste Stern. Die Sterne beta Carinae (Miaplacidus), 1.7 mag, epsilon Car (Avior), 1.9 mag und Iota Car (2.2 mag) sind ebenfalls noch auffallend hell. Die beiden letzteren gehören zum “Falschen Kreuz”. Eta Carinae ist ein stark variabler Stern, vermutlich einer der massereichsten bekannten Sterne mit extremem Sternwind.

Carme

[carme] Einer der 4 äussersten Jupitermonde, der nach einer Dame aus der griechischen Mythologie benannt ist. Er wurde 1938 von Seth B. Nicholson entdeckt. Carme ist rückläufig und bewegt sich auf einer elliptischen Bahn (grosse Halbachse 22.6 · 106 km; Exzentrität 0.21; Umlaufzeit 692 Tage; Inklination (Bahnneigung gegen Jupiter-Sonne-Umlaufsebene) 163°). Aufgrund der starken Bahnneigung, Exzentrität und der Gegenläufigkeit liegt die Vermutung nahe, dass Carme ein eingefangener Planetoid ist.

Cartesische Koordinaten

[cartesian coordinates] Ein rechtwinkliges Koordinatensystem, das nach René Descartes benannt ist. In der Astronomie nur selten verwendet, da hier Zylinder- oder Kugelkoordinatensysteme in der Regel eine systemgerechtere Beschreibung erlauben.

Cas

[Cas] Abkürzung für Cassiopeia.

Cassegrain-Coudé-Teleskop

[Cassegrain-Coude telescope] Ein Typ von Spiegelteleskopen, bei welchen der Sekundärspiegel den Strahlengang in die hohle Stundenachse auslenkt.

Cassegrain-Fokus

[Cassegrain-focus] Der Primärfokus, der bei Cassegrain-Systemen hinter dem Hauptspiegel liegt.

Cassegrain-Teleskop

[Cassegrain-telescope] Eine Art von Spiegelteleskopen mit durchbohrtem Hauptspiegel und einem konvexen Sekundärspiegel, der das vom Hauptspiegel gebündelte Licht durch die Bohrung des Hauptspiegels lenkt. Der Primärfokus von Cassegrain-Teleskopen liegt hinter dem Hauptspiegel, im Gegensatz etwa zu Gregori-Teleskopen (diese haben auch einen konkaven Sekundärspiegel). Sehr häufig sind Schmidt-Cassegrainteleskope bei kleinen Teleskopen, v.a. bei in der Amateurastronomie gebräuchlichen Typen (z.B. C8, C11, C14 von Celestron und LX200 von Meade) und bei fotografischen Weitfeldteleskopen anzutreffen. Durch die Schmitt-Korrekturlinse sind diese Teleskope auf etwa 1 m Eingangsöffnung limitiert. Die meisten Grossteleskope sind Cassegrain-Systeme oder davon abgeleitete Konstruktionen.

Cassegrain-System

[Cassegrain system] Eine Bauart von Spiegelteleskopen, die auch Cassegrain-Teleskope genannt werden.

Cassinische Teilung

[Cassini division] Die auffälligste der “Teilungen”, also der dunklen Zwischenbereiche des Saturnringsystems, wird nach ihrem Entdecker G. D. Cassini (1675) als Cassinische Teilung benannt. Die Teilung ist etwa 1 Bogensekunde breit, also mit einem Fernrohr von etwa 10 cm Öffnung gerade noch erkennbar. Die Cassinische Teilung trennt den A- und B-Ring, wobei die innere Kante etwa 117500 km vom Zentrum des Saturn entfernt liegt. Voyageraufnahmen haben gezeigt, dass die Teilung nicht wirklich leer ist, sondern von einigen sehr schwachen Ringen durchzogen ist. Es wird vermutet, dass kleine Monde von etwa 20 km Durchmesser diese Teilung verursachen, aber solche Satelliten konnten auf den Voyagerbildern nicht nachgewiesen werden.

Cassini-Sonde

[Cassini probe] Die Cassini-Sonde ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der ESA und besteht aus einem Orbiter und dem Huygensraumschiff, welches die Atmosphäre des grössten Saturnmondes, Titan, untersuchen soll. Die Cassinisonde wurde im Oktober 1997 gestartet und hatte wegen eines erdnahen “Swingby-”Manövers zum Teil heftige Diskussionen ausgelöst, da die Energieversorgung des Raumschiffs durch eine Plutoniumbatterie gesichert wird. Im Juni 2004 wird die Sonde Saturn erreicht haben.

Cassiopeia

[Cassiopeia] In mittleren nördlichen Breiten ein zirkumpolares Sternbild, durch das die Milchstrasse zieht. Die Abkürzung ist Cas, der Genitiv Cassiopeiae. Wegen der Anordnung der fünf hellsten Sterne wird es auch das “Himmels-W” genannt. Der hellste Stern, alpha Cassiopeiae, heisst Schedar und ist 2.2 mag im Visuellen. Auch beta Cassiopeia, hat einen arabischen Eigennamen, nämlich Caph. Gamma Cassiopeiae ist der Prototyp der Hüllenveränderlichen; seine Helligkeit schwankt zwischen 1.6 mag und 3.0 mag. Mit Cassiopeia A liegt eine starke Radioquelle in diesem Sternbild. Aufgrund der Nähe zum Milchstrassenband verwundert nicht, dass viele offene Sternhaufen in diesem Sternbild angesiedelt sind. Der bekannteste davon ist vermutlich M103.

Cassiopeia A

[Cassiopeia A] Eine der stärksten bekannten Radioquellen, die von einem sehr inhomogenen Emissionsnebel umgeben ist. Die Radiostrahlung ist nicht-thermisch. Diese Befunde lassen auf eine Supernovaexplosion als Ursache schliessen. Aufgrund der Expansionsgeschwindigkeit des Nebels lässt sich das Explosionsdatum auf etwa 1700 bestimmen, allerdings gibt es keine Berichte über ein solches Ereignis. Cassiopeia A ist etwa 3 kpc entfernt.

Castalia

[Castalia] Asteroid mit der Nummer 4769, der 1989 von Eleanor Kay Helin entdeckt worden ist. Er gehört zur Apollogruppe. Die Grösse ist etwa 1.8 km, die grosse Halbachse ist 1.063 AU, die Umlaufperiode 1.1 Jahre, die Inklination 8°.9. Die Bahn ist stark exzentrisch, mit einem Perihel von 0.55 AU und einem Aphel von 1.58 AU. Minimaler Abstand zur Erde ist 0.023 AU oder 3.4 Millionen km.

Castor

[Castor] Trotz seines Namens alpha Geminorum ist Castor nur der zweithellste Stern in diesem Sternbild, 1.5 mag. Castor ist ein sechsfach-Sternsystem in einer Entfernung von etwa 13.7 parsec. Die beiden hellsten Komponenten bilden ein visuelles Doppelsternpaar mit einer Umlaufperiode von 467 Jahren. Beide Komponenten sind selbst spektroskopische Doppelsterne mit Umlaufperioden von 9.2 und 2.9 Tagen. Das ganze System wird von einem weitern spektroskopischen Doppelstern umkreist, das in 1150 Jahren den Schwerpunkt des Gesamtsystems umkreist.

Catalogue of Bright Stars

[Catalogue of Bright Stars] Zu Deutsch ein Katalog heller Sterne, der vom Yale-Observatorium herausgegeben worden ist.

Catadioptrisches System

[catadioptric system] Ein aus Spiegeln und Linsen bestehendes optisches System. Die bekanntesten Vertreter dieser Konstruktionsart sind die Schmidt-Cassegrain-Systeme und die Maksutov-Teleskope. Weniger bekannte Systeme wie das Sampson-Catadioptrische System werden für spezielle Anwendungen eingesetzt.

Catena

[catena] Bezeichnung für eine Kette von Kratern auf Planeten oder Monden. Bekannt ist zum Beispiel die Tithoniae Catena auf dem Mars.

Catopritsches System

[catoptric system] Ein nur aus Spiegeln bestehendes optisches System, wie zum Beispiel das Newton- oder gewöhnliche Cassegrainteleskop.

Cavus

[cavus] Ein Wort aus dem Lateinischen, wörtlich: Loch. Damit werden steilwandige Begrenzungen von Depressionen auf Planeten und Monden bezeichnet.

Cc

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Cp Co Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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CCD

[CCD] Abkürzung für Charged Coupled Devices, zu Deutsch: Ladungskoppler. Diese Art von Halbleiterbausteinen werden in CCD-Detektoren in Video- und Digitalkameras sowie in astronomischen Kameras eingesetzt. Häufig wird mit “CCD” ein CCD-Detektor bezeichnet.

CCD-Detektor

[CCD-detector] Eine Kamera, die einen CCD-Chip als Fotodetektor verwendet. CCD-Kameras haben in der Astronomie gegenüber Fotoplatten noch immer den Nachteil, dass sie nur sehr kleine Flächen abdecken können, meist wenige Quadratzentimeter. Fotoplatten gibt es deutlich grösser. Dagegen haben CCDs gegenüber chemischen Aufnahmeverfahren eine Reihe von Vorteilen. Die Wichtigsten davon:

Cd

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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CD

[CD] Abkürzung für Cordoba-Durchmusterung.

cD-Galaxie

[cD-galaxy] Riesen-elliptische Galaxien, die in den Kernbereichen von reichen Galaxienhaufen angetroffen werden. Sie haben eine deutlich flachere Helligkeitsverteilung als normale elliptische Galaxien (das heisst, sie werden von innen nach aussen weniger schnell dunkel), und haben zum Teil mehrere Kerne. Nach aussen hin gehen sie fast fliessend in den Galaxienhaufen über. Die hellsten bekannten Galaxien sind cDs, mit bis zu 2 · 1012 Sonnenleuchtkräften. cD-Galaxien wachsen durch Gasakkretion und Kannibalismus von kleineren Galaxien, die beim Einfall in den Haufen nahe an dessen Zentrum, und damit der cD-Galaxie, vorbeikommen.

CDM

[CDM] Abkürzung für Cold Dark Matter, kalte dunkle Materie. Dieser Begriff findet sich häufig in der Kosmologie: aufgrund verschiedener Hinweise ist davon auszugehen, dass ein grosser Teil der Gesamtmasse des Universums dunkel ist, d.h. nicht in Form von Gas, Sternen und Kleinkörpern wie stellaren Remnants (Weisse Zwerge, Neutronensterne, Schwarze Löcher), Braunen Zwergen oder Planeten vorliegt (nicht-baryonische Materie). In CDM-Modellen werden als Dunkle Materie bislang noch unbekannte, massereiche Elementarteilchen (meist WIMPs genannt = Weakly Interacting Particles) verwendet. Das Gegenstück sind HDM, Hot Dark Matter Modelle, in welchen Neutrinos (sofern sie eine endliche Ruhemasse haben) als Dunkle Materie behandelt werden. Gegenwärtig erklären CDM-Modelle die beobachtbare Welt besser.

CDS

[CDS] Centre de Données astronomiques de Strassbourg. Ein Zentrum, in dem astronomische Datenbanken verwaltet werden, z.B. SIMBAD.

Ce

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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Celaeno

[Celaeno] Stern in den Plejaden mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 5.5 mag, Spektraltyp B7, Leuchtkraftklasse IV.

Cen

[Cen] Abkürzung für Centaurus.

Centaurus

[Centaurus] Centaurus oder Kentaur ist ein griechische Fabelwesen, halb Mensch, halb Pferd und ausserdem ein Sternbild. Es ist von mittleren nördlichen Breiten allerdings nicht vollständig sichtbar. Das Sternbild beherbergt den uns nächstgelegenen Stern, proxima Centauri, der zum Mehrfachsternsystem alpha Centauri (Rigil Centaurus oder Toliman) gehört. Auch der zweithellste Stern hat dank seiner beträchtlichen Helligkeit Eigennamen: Hadar oder Agena.
Im Sternbild befindet sich ausserdem der hellste Galaktische Kugelsternhaufen, Omega Centauri, die Radiogalaxie Centaurus A und ein (doppelter) Galaxienhaufen.

Centaurus A

[Centaurus A] Die Radio- und Röntgenquelle Centaurus A wurde mit der elliptischen Galaxie NGC 5128, der uns nächstgelegenen Riesenelliptischen Galaxie, identifiziert; gleichzeitig ist sie auch die uns nächstgelegene Radiogalaxie. NGC 5128 zeigt ein prominentes Dunkelband aus Gas und Staub, das von einer eingefallenen, gasreichen Scheibengalaxie stammen könnte. Centaurus A zeigt zwei Radiokeulen, wovon die grössere 0.5 Mpc misst, sowie einen Jet von etwa 3 kpc Länge.

Cepheiden

[cepheids]

Cepheidenstreifen

[cepheids strip] Alternative Bezeichnung für den Instabilitätsstreifen im HRD, in welchem eine Reihe von Arten pulsationsveränderlicher Sterne zu finden ist.

Cepheus

[Cepheus] Im deutschen auch als Kepheus bezeichnetes Sternbild des Nordhimmels mit der Abkürzung Cep. Von mittleren Breiten (Mitteleuropa) gehört es zu den zirkumpolaren Sternbildern. Der hellste Stern, alpha Cephei, heisst auch Alderamin. Die Hauptkomponente des Doppelsterns delta Cephei ist der Prototyp der Klasse der pulsationsveränderlichen delta Cepheiden (Abstand 41”). Der rote Stern mu Cephei ist ebenfalls veränderlich. Aufgrund der Farbe hat er den Namen Granatstern erhalten.

Ceres

[Ceres] Kleinplanet mit 980 km Durchmesser, 1 ·1021 kg Masse, 4.6 Jahren Umlaufperiode, einer elliptischen Bahn (grosse Halbachse 2.768 AU, Exzentrität 0.076) mit einer Inklination von 10.6 Grad, einer Dichte von 2.7 g/cm3 und einer Rotationsperiode. Er wurde am 1.1.1801 von Guiseppe Piazzi entdeckt. Benannt nach einer römischen Göttin.

Cerro Tololo Inter-American Observatory

[Cerro Tololo Inter-American Observatory] Oft als CTIO abgekürzter Name eines Observatoriums in den chilenischen Anden, auf dem 2215 m Cerro Tololo gelegen. Dieser liegt 55 km südöstlich von La Serena, wo sich auch das Hauptquartier befindet. Das Hauptgerät ist ein 4 m Spiegel, der 1976 eingeweiht wurde. Er wurde nach dem ersten Direktor, Victor Emanuel Blanco, Blanco Teleskop benannt. Es ist gewissermassen der Zwilling zum 4 m Teleskop am Kitt Peak National Observatory. Weiter Teleskope sind ein 1.5 m Spiegel (1968), ein 0.9 m Spiegel (1967), ein 0.6 m Curtis-Spiegel der Universität Michigan (gebaut 1950, 1963 nach Cerro Tololo gebracht) und der 1 m Spiegel der Yale Universität (1973 am Cerro Tololo aufgebaut).
Das CTIO wurde 1963 gegründet und gehört zu den US National Optical Astronomy Observatories.
Am 10 km entfernten Cerro Pachón befindet sich das 8 m Gemini-Süd-Teleskop.

Cet

[Cet] Abkürzung für das Sternbild Cetus, Walfisch.

CETI

[CETI] Englische Abkürzung für: Communcation with ExtraTerrestrial Intelligences, zu deutsch: Kommunikation mit ausserirdischen Intelligenzen. Bislang erfolglos, entweder weil es die nicht gibt, sie nicht mit uns reden können, sie nichts mit uns zu tun haben wollen, oder wir nicht intelligent genug sind, um sie zu verstehen.

Cetus

[Cetus] Lateinischer Name für das Sternbild Cetus, zu deutsch (etwas ungenau, da Wale bekanntlich keine Fische sind) Walfisch. Der Genitiv ist Ceti. Es gehört zu den Äquatorsternbildern, und ist von Mitteleuropa im Herbst und Winter am Abend sichtbar. Der Stern o ceti ist auch als Mira bekannt, welche der Prototyp für eine Klasse von veränderlichen Sternen ist.

Ch

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Cha

[Cha] Abkürzung für das Sternbild Chamäleon.

Chamäleon

[chameleon] Kleines Sternbild am Südhimmel mit lateinischem Namen Chamaeleon und der Abkürzung Cha. Von Mitteleuropa aus nicht sichtbar (was in diesem Fall kein grosser Verlust ist.)

Chandlersche Periode

[Chandler’s period] Eine periodische Schwankung der Polhöhe, die nach ihrem Entdecker, dem Amerikaner S.C. Chandler, benannt ist.

Chandra

[Chandra] Röntgensatellit, der nach einem der besten Physiker, dem Inder S. Chandrasekhar, benannt ist.

Chandrasekhar-Grenze

[Chandrasekhar limit] Auch als Chandrasekhar Grenzmasse genannte obere Grenzmasse von Weissen Zwergen, die etwa 1.4 Sonnenmassen beträgt. Überschreitet ein Weisser Zwerg, z.B. durch Akkretion von einem Begleitstern, diese Masse, kann die Elektronenentartung, die die Weissen Zwerge gegen den gravitativen Kollaps stabilisiert, die Eigenanziehungskraft nicht mehr aufwiegen, so dass der Weisse Zwerg zu einem Neutronenstern kollabiert. Das analoge Limit für Neutronensterne heisst Oppenheimer-Volckov-Limit.

Chandrasekhar-Masse

[Chandrasekhar limit] Ein alternativer Begriff für die Chandrasekhar-Grenzmasse oder -Grenze.

Chaos

[chaos]

Charged Coupled Device

[Charged Coupled Device] Zu Deutsch ein “ladungsbindendes Gerät”, mit der sehr gebräuchlichen Abkürzung CCD. Es sind Halbbauteile mit einer Gitterstruktur, in welchen auftreffende Photonen elektrische Ladungen freisetzen, die nach einer gewählten Belichtungszeit ausgelesen werden können. CCDs haben die Photoplatten weitgehend verdrängt, da ihre Eigenschaften hinsichtlich Linearität (doppelt soviele Photonen erzeugen doppeltes Signal) und Quantenausbeute (fast jedes Photon erzeugt ein Signal) jenen weit überlegen sind. Negativ ist die kleinere Fläche im Vergleich zu den Photoplatten. Images von grossen CCDs (mehr als 2000 x 2000 Pixels) erzeugen sehr grosse Datenfiles, vor allem bei der Nachbearbeitung der Aufnahmen (image processing). Das Speichern von CCD Aufnahmen in elektronischen Archiven stellt die Verantwortlichen immer wieder vor grosse Herausforderungen ob der schieren Datenmenge (vor allem durch (halb)automatische Teleskope).

Charon

[Charon] Mond des Pluto, der mit 1172 km fast die Hälfte des Durchmessers seines Mutterplaneten (2500 km) hat. Er wurde 1978 von J.C. Christy entdeckt. Die Umlaufperiode, wegen der gebundenen Rotation gleich der Rotationsperiode, beträgt 6 d 9 h 17 min, der Radius der Umlaufplan um Pluto ist 19460 km. Die Bahnebene ist relativ zur Bahnebene des Pluto um die Sonne um 95o geneigt. Aufgrund der gegenseitigen Bedeckungen von Charon und Pluto konnten die Durchmesser der beiden sehr gut bestimmt werden, sowie einige Oberflächenmerkmale extrahiert werden. Für diese Beobachtungen war das HST von grossem Nutzen, da Pluto und Charon mit ihrem scheinbaren Abstand von 0.9 Bogensekunden vom Erdboden nicht als getrennte Körper beobachtet werden können. Charons Dichte beträgt nur 1.8 g/cm3, die Masse ist 1.9 · 1021 kg, etwa 16% der Plutomasse. Nach spektroskopischen Untersuchungen ist die Oberfläche zu grossen Teilen mit Wassereis bedeckt.
Charon ist eine Figur aus der griechischen Mythologie: es ist der Fährmann der Toten über den Fluss Styx.

Chasma

[chasma] Planetologische Bezeichnung für tief eingeschnittene Täler auf Planetenoberflächen. Die Bezeichnung stammt aus dem Lateinischen, der Plural ist Chasmata.

Chemischer Ofen

[fornax] Ein Sternbild am Südhimmel mit der lateinischen Bezeichnung Fornax, Genitiv Fornacis und der Abkürzung For. Es beherbert einen Galaxienhaufen mit der cD-Galaxie NGC 1399. Bisweilen wird auch die Bezeichnung Ofen gebraucht.

Chemische Zusammensetzung

[chemical composition] Die chemische Zusammensetzung gehört zu den Zustandsgrössen von Sternen, allerdings zu den nur schlecht bekannten. Durch Spektralanalyse kann man nur die Sternatmosphäre, also die oberste Schicht, hinsichtlich der Zusammensetzung aus chemischen Elementen, bei kühlen Sternen auch Molekülen, untersuchen. Diese Untersuchungen sind sehr aufwändig, und daher die Anzahl von gut untersuchten Sternen klein. Qualitative Untersuchungen sind einfacher durchzuführen. Diese zeigen mit Ausnahme einiger Sondertypen eine erstaunliche Gleichförmigkeit: Wasserstoff dominiert mit 60 bis 70 %, Helium folgt mit 30 bis 50 % (Massenprozente). Die schwereren Elementen haben nur Anteile von 2 bis 4 %.
Die wichtigsten Sondertypen sind die Heliumsterne, die offenbar kaum Wasserstoff in der Atmosphäre haben, dafür Helium als häufigstes Element; Wolf-Rayet-Sterne mit Stickstoff (Typ N) oder Kohlenstoff (Typ C) in signifikaten Mengen; metallarme Sterne mit weniger als 1/100 der Metallhäufigkeit der Sonne (als Metalle werden in der Astronomie alle Elemente ausser Wasserstoff und Helium bezeichnet).

Chiron

[Chiron] Ein Planetoid oder eher ausgegaster Kometenkern mit zeitweise schwacher Aktivität (Schweifbeobachtung 1989), der auf einer sehr exzentrischen Bahn mit e = 0.379 zwischen Jupiter und Saturn (grosse Halbachse 13.695 AU) in 50.682 Jahren um die Sonne kreist; Periheldurchgang 1996). Der Durchmesser des 1977 von Charles Kowal entdeckten Asteroid 2060 ist etwa 170 km. Aufgrund der Nähe zu Jupiter und Saturn ist die Bahn instabil.
Chiron ist eine Figur aus der griechischen Mythologie: es war ein menschenfreundlicher Kentaur, der Helden wie Achilles und Odysseus erzogen hat. Er galt als Medizin- und Jagdexperte. Der Götterchef Zeus hat ihn in ein Sternbild verwandelt.

Chlor-Sonnenneutrino-Experiment

[Brookhaven-solar neutrino- experiment] Zur Detektion von Neutrinos von der Sonne wurde in den 1970ger Jahren vom Brookhaven National Laboratory ein Experiment in 1500 m Tiefe (zum Schutz vor kosmischer Strahlung) in einer Mine in South Dacota durchgeführt. Dazu wurde ein Tank mit 400 Kubikmetern Chlorethylen (ein Putzmittel) gefüllt. Wenn ein Neutrino ein Chloratom trifft, kann das 37Cl unter Aussendung eines Elektrons in 37Ar (Argon, ionisert) umgewandelt werden, und aus dem Molekül herausgetrennt werden. Durch Neutralisation bildet sich Argon, welches mit Helium aus dem Chlorethylen herausgewaschen werden kann. Mit einem Zählrohr kann der beta-Zerfall des Argons zu Chlor nachgewiesen werden.
Bei dieser Art von Experiment können nur Neutrinos mit einer Energie von mehr als 0.81 MeV nachgewiesen werden, welche in der Sonne beim Betazerfall von 8Bor zu 8Beryllium entstehen. Diese Reaktion erzeugt aber nur ein zehntausendstel der Menge von Neutrinos aus der pp-Kette, die in der Sonne den Hauptanteil an der Energiegewinnung trägt.
Im Brookhaven-Chlor-Neutrinoexperiment wurden nur 2.2 statt 7.8 SNU (Solar Neutrino Unit). Als Erklärung dafür wurden entweder eine Abweichung von Standardmodell der Sonne oder Neutrinooszillationen angegeben. Nach dem Gallex-Experiment im Gran Sasso und weiteren Messungen erscheinen die Neutrinooszillationen, welche nur auftreten können, wenn Neutrinos eine von Null verschiedene Ruhemasse haben, als wahrscheinlich.

Chondren

[chondrules] Kleine Kügelchen von 0.2 - 3.8 mm Durchmesser (die meisten liegen im Bereich 0.5 - 1.5 mm) in Gesteinsmeteoriten. Sie werden in allen Chondriten mit Ausnahme der CI-Untergruppe der Karbonchondriten gefunden. Meist bestehen die Chondren aus Silikaten oder Glas (Hypersthen, Enstatit, Bronzit, Pigeonit, Olivin, Serpentin). Der Ursprung der Chondren ist noch unklar, aber sie scheinen bereits vor ihrem “Einbau” in die Chondriten existiert zu haben. Chondren gehören zu den primitivsten festen Materialen im Sonnensystem.
Der Name stammt aus dem Griechischen: chondros = Korn.

Chondrit

[chondrite] Chondrite sind Steinmeteorite, die in der Regel kugelförmige Chondren enthalten. Die Chondrite sind mit 86 % Anteil die häufigste Gruppe der Meteoriten. Sie bestehen hauptsächlich aus Eisen- und Magnesiumhaltigen Silikaten, und spiegeln mit Ausnahme der flüchtigen Stoffe die Zusammensetzung der Sonne wieder. Man unterscheidet drei Arten von Chondriten nach ihrer chemischen Zusammensetzung: Von jeder dieser drei Gruppen gibt es weitere Untergruppen nach Textur und Mineralogie.

Chopper

[chopper] Eine Vorrichtung in Infrarotteleskopen, mit dem der Strahl schnell zwischen 2 Punkten am Himmel hin- und hergeschaltet werden kann. Dies wird benötigt, um den Himmelshintergrund bestimmen und subtrahieren zu können.

chromatische Aberration

[chromatic aberration] Chromatische Aberration ist ein Farbfehler, der bei Linsenfernrohren aufgrund der Wellenlängenabhängigkeit der Brechung von Licht in Glas auftritt. Eine Korrekturmöglichkeit ergibt sich aus der Konstruktion von Objektiven mit mehreren Linsen aus verschiedenen Glassorten mit unterschiedlichen Brechungseigenschaften.

Chromosphäre

[chromosphere] Nicht direkt sichtbare Übergangszone zwischen der Photosphäre und der Korona der Sonne und der Sterne. In der Chromosphäre sinkt die Temperatur von knapp 6000 K am Rand der Photosphäre bis auf etwa 4000 K bei etwa 500 km Höhe ab, um dann auswärts (6000 K bei 1500 km, Übergangszone mit starkem Temperaturanstieg ab 2500 km) zur Korona (Übergang bei etwa 9000 km) hin auf etwa hunderttausend Grad anzusteigen. Die Dichte fällt von der Grenze zur Photosphäre von 1021 Teilchen/cm3 auf 1015 Teilchen/cm3 an der Grenze zur Korona.
Der Heizmechanismus ist noch immer Gegenstand intensiver Forschung, hat aber offenbar mit Magnetfeldern zu tun.
Die Chromosphäre ist sehr inhomogen. Sie zeigt in den höheren Regionen Spicules genannte, flammenähnliche Gebilde. Die Spicules sind kühler als ihre Umgebung und dauern in der Regel einige Minuten.
Bei totalen Sonnenfinsternissen ist die Chromosphäre als rot leuchtender Diamantring sichtbar; die Farbe stammt von der Emission von H-alpha. Dieser intensiven Farbe verdankt sie ihren Namen, der übersetzt Farbring bedeutet. Spektren (Flash-Spektrum) in diesem Augenblick zeigen ein absorptionslinienfreies Emissionsspektrum. Mit H-alpha- und Kalzium K-Linienfiltern kann man die Chromosphäre auch ausserhalb von Sonnenfinsternissen beobachten (Spektroheliogramme). Ausserhalb der Erdatmosphäre kann man die Chromosphäre auch in UV-Emissionslinien beobachten.
Der Nachweis von Chromosphären bei nahen, sonnenähnlichen Zwergsternen gelingt über die Beobachtung in den UV-Emissionslinien.

Chronologie

[chronology] Die Wissenschaft, die sich mit der Zeit beschäftigt. Die astronomische Chronologie hat die Festlegung einer Zeitskala nach astronomischen Ereignissen zum Inhalt. Dazu gehören die Datierung von Überlieferungen von geschichtlichen Ereignissen wie Finsternisse und Planetenkonstellationen.

Chronometer

[chronometer] Alternative Bezeichnung für Uhr.

Chryse Planitia

[Chryse Planitia] Ein Becken auf dem Mars mit etwa 1500 km Durchmesser und 5 km Tiefe bei 27 Grad Breite und 36 Grad Länge. Es handelt sich vermutlich um einen alten Einschlagskrater. Eine Reihe alter Flussbette weisen auf früheren Wasserfluss in das Becken hin. Aus diesem Grund wurde es für einen der wahrscheinlichsten Orte gehalten, an dem Leben entstanden hätte sein können. Viking 1, welche zur Klärung dieser Frage 1976 dort landete, konnte keine Spuren von Leben entdecken.

Ch

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CH-Stern

[CH-star] Das hat nicht mit der Conföderatio Helvetica (CH) zu tun. Es ist die Bezeichnung für einen Typ von Roten Riesen mit starken Molekülbanden von Kohlenwasserstoff, CH. Daneben sind auch Linien von Zyanid, CN, und Kohlenstoff als C2 prominent. CH-Sterne gehören zur Population II und finden sich im galaktischen Halo und in Kugelsternhaufen.

Ci

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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Cir

[Cir] Abkürzung für das Sternbild Circinus, zu deutsch: Zirkel.

Circinus

[circinus] Lateinischer Name des Sternbild Zirkel.

Circlet

[circlet] Aus dem Englischen stammender Name für einen ringförmigen Asterismus im Sternbild Fische. Er setzt sich aus einer Reihe von Sternen vierter und fünfter Grösse zusammen: gamma, kappa, lambda, TX, iota, theta und 7 piscium. Er liegt südlich des grossen Pegasusquadrates.

Cirrusnebel

[Cirrus nebula] Auch als Cygnus-Nebel oder Cygnus-Bogen bekannter Emissionsnebel im Sternbild Schwan. Es handelt sich um einen Supernovaüberrest einer etwa 300000 Jahre alten Supernova. Er ist noch sehr gut in der Kreisform erhalten, und zeigt eine radiale Expansion von etwa 100 km/s. Der Ring hat einen Durchmesser von 3 Grad (sechsfacher Vollmonddurchmesser) und ist etwa 750 pc entfernt. Die hellsten Teile sind auch als NGC 6992 (auch Schleiernebel genannt), NGC 6920, NGC 6979 und NGC 6995 bekannt.

cislunar

[cislunar] Zwischen Erde und Mond (gelegen).

Cl

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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Clast

[clast] Englischer Begriff für ein Fragment eines Gesteins oder Minerals, welches in einem anderen eingeschlossen ist. Brekzie ist eine Form dieses Gesteins.

Clathrate

[clathrate] Eine Bezeichnung für Einschlussverbindungen, das sind chemische Verbindungen, bei welche eine Wirtskomponente in den käfigartigen Hohlräumen ihres Kristallgitters eine Gastkomponente aufnimmt, ohne dass es zu einer chemischen Bindung kommt. Ein Beispiel sind (Edel)Gase in Eiskristallen (Clathrat Hydrate).

CLEAN

[CLEAN] Eine in der Radioastronomie eingesetzte Technik, um den ungewollten Einfluss von Seitenkeulen zu eliminieren. Dazu muss das Muster der Störung durch die Seitenkeulen berechnet oder gemessen werden. Diese Technik wird vor allem bei Apertur-Synthese Beobachtungen eingesetzt.

Clementine

[clementine]

C-Linie

[C-line] Eine der Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Fraunhofer bezeichnete die Linien der Reihe nach von Rot nach Blau mit Buchstaben. Die Linie ist heute bekannter unter dem Namen H-alpha der Balmerserie bei 646.3 nm.

Cluster

[cluster] Englischer Begriff für Haufen. Je nachdem, mit wem man redet, sind es Sternhaufen (offene oder Kugelsternhaufen) oder Galaxienhaufen.

Cm

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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CMa

[CMa] Abkürzung für das Sternbild Canis Maior.

CMD

[CMD] Abkürzung für color-magnitude diagram.

CME

[CME] Abkürzung für Coronal Mass Ejection.

CMi

[CMi] Abkürzung für das Sternbild Canis Minor.

CMR

[CMR] Abkürzung für color-magnitude relation.

CM-relation

[CM relation] Englische Bezeichnung für die Farben-Helligkeits-Beziehung.

Cn

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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CN-Band

[CN band] Absorptionsbande in den Spektren von meist kühlen Sternen später Typen (rote Riesen) mit ausgedehnten Hüllen. Die Bande wird vom Zyanid CN verursacht.

Cnc

[Cnc] Abkürzung für das Sternbild Cancer, zu deutsch Krebs.

CNO-Zyklus

[CNO-cycle] Gängige Abkürzung für den Kohlenstoff-Stickstoff oder Kohlenstoff-Stickstoff-Sauerstoff Zyklus. Die Abkürzung beruht auf den chemischen Symbolen C, N, O der beteiligten Elemente.

CN-Stern

[CN star] Eine Sorte von Riesensternen mit abnorm starken Absorptionsbanden von Zyanid, CN, in den Spektren.

Co

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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COAST

[COAST] Abkürzung für das Cambridge Optical Aperture Synthesis Telescope.

COBE

[COBE] Abkürzung für Cosmic Background Explorer.

CoD

[CoD] Abkürzung für Cordoba Durchmusterung.

coded mask

[coded mask] Blenden, die nach einem Zufallsmuster verteilt sind, und in nichtabbildenden Röntgen- und Gammateleskopen eingesetzt werden. Eine Röntgen- oder Gammaquelle erzeugt auf dem hinter der Maske liegenden Detektor ein Schattenmuster, aus dem mit einem Dekonvolutionsalgorithmus mit einem Computer ein Bild rekonstruiert werden kann.

Coelostat

[coelostat] Sonnenteleskop. Häufig in Sonnentürmen eingebaut. Auch als Zölostat bezeichnet. Das besondere an Coelostaten ist, das das Bildfeld nicht gedreht wird, und dass empfindliche Apparate nicht mitbewegt werden müssen. Ein Coelostat mit einem einzigen (ebenen) Spiegel kann benutzt werden, um Objekte in einer Deklination zu beobachten. In der Regel wird ein zweiter Spiegel benutzt, um Objekte an verschiedenen Deklinationen beobachten zu können.

Coesit

[coesit] Der Coesit ist ein Mineral, das als Hochdruckmodifikation von Siliciumdioxid, SiO2, entstehen kann, wenn eine Schockwelle beim Aufschlag eines Meteoriten durch eine quartzhaltige Schicht läuft. Es sind Temperaturen von 450° bis 800° Celsius und ein Druck von 38 kBar nötig, um dieses Mineral zu erzeugen. Es sind klare, farblose Kristalle, die in der Nähe von Meteoritenkratern gefunden werden können. Coesite wurden 1953 erstmals synthetisch hergestellt, der erste Nachweis in Meteoritenkratern gelang 1960.

Col

[Col] Abkürzung für Columba.

colatitude

[colatitude] Englischer Begriff für das Komplement zur Breite: 90° minus die Breite eines Körpers.

Cold Dark Matter

[cold dark matter] Kalte dunkle Materie, meist mit der Abkürzung CDM bezeichnet.

Columba

[columba] Sternbild des Südhimmels mit dem Genitiv Columbae, der Abkürzung Col und dem deutschen Namen Taube.

Com

[Com] Abkürzung für Coma Berenices.

Coma Berenices

[coma berenices] Sternbild des Nordhimmels mit dem Genitiv Comae Berenices und der Abkürzung Com. Im deutschen als Haar der Berenike bekannt. Ein Teil der überwiegend leuchtschwachen Sterne (alpha comae berenices, oder das Diadem, hat eine visuelle Helligkeit von 4.3 mag) gehört zu einem losen offenen Sternhaufen.
In diesem Sternbild befindet sich der galaktische Nordpol. Da der Blick in dieser Richtung “ungetrübt” durch die Gas- und Staubwolken der galaktischen Scheibe ist (Zone of Avoidance), finden sich hier viele extragalaktische Systeme, unter anderem der Coma-Haufen und noch ein Teil des Virgo-Haufens. Die bekannten Galaxien M64 und NGC4565 gehören nicht zu diesen Haufen, sondern sind relativ nahe Galaxien in etwa 6 Mpc Entfernung.
Von Mitteleuropa ist das Sternbild am besten im Frühjahr zu beobachten.
Berenike war eine ägyptische Königin.

Comagalaxienhaufen

[Coma cluster] Alternativer Begriff für Coma-Haufen.

Coma-Haufen

[Coma cluster] Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike mit mehr als 3000 bekannten Mitgliedern in etwa 100 Mpc Entfernung. Als ein prominenter Haufen ist er auch mit der Nummer 1656 in Abells Katalog enthalten. Der scheinbare Durchmesser beträgt mehr als 4°, der tatsächliche Durchmesser mehr als 6 Mpc. In den zentralen Bereichen dominieren elliptische und S0-Galaxien. Die hellsten, z.B. NGC4878 und NGC 4889, haben mehr als 1011 Sonnenleuchtkräfte. Die Masse des Haufens wird auf 2 · 1015 geschätzt. Der Coma-Haufen wurde lange Zeit als Musterbeispiel eines “regulären” Haufens angeführt, bis man mit Hilfe von Geschwindigkeitsdaten der Haufengalaxien einfallende Unterstrukturen festgestellt hat.

Coma Sternhaufen

[Coma Star Cluster] Der Coma Sternhaufen im Sternbild Coma Berenices hat etwa 100 Mitglieder, von welchen die hellste knapp 4 mag hell sind. Der Haufen überdeckt mehrere Grad und ist etwa 80 pc entfernt. Er ist auch unter dem Namen Melotte 111 bekannt.

Comes

[comes, companion] Lateinischer Begriff für “Begleiter”, womit die leuchtschwächere Komponente von Doppelsternsystemen bezeichnet wird. Die Mehrzahl ist comites.

Common Envelope Binary

[Common Envelope Binary] Eine spezielle Form von Doppelsternsystemen, in welcher der kompaktere Begleiter innerhalb der ausgedehnten, dünnen Hülle eines Riesensterns umläuft. Man nimmt an, dass alle kataklysmischen Doppelsternsysteme mit einem Weissen Zwerg oder einem Neutronenstern eine solche Phase durchlaufen haben, aber es gibt keinen Beobachtungsnachweis für einen solchen Stern.

Commonwealth-Observatorium

[Commonwealth observatory] Sternwarte auf dem Mount Stromlo bei Canberra mit einem 1.88 m und einem 1.27 m Reflektor und einem 50/65cm Schmidt-Teleskop. Es gibt auch noch einen 0.66 m Refraktor.

Compton-Effekt

[Compton effect] Streuprozess von elektromagnetischer Strahlung an Elektronen. Dabei ändert sich die Richtung und Wellenlänge der Strahlung, die Elektronen werden “weggekickt”. Der Prozess wurde 1923 von A.H. Compton entdeckt. Man unterscheidet nach dem gewöhnlichen Comptoneffekt, bei welchem Photonen (meist hochenergetische Röntgen- und Gammastrahlen) Elektronen beschleunigen, und den inversen Comptoneffekt, bei welchen energiearme Photonen (aus der kosmischen Hintergrundsstrahlung oder Sternen) durch Stösse mit hochenergetischen Elektronen zu Röntgen- oder Gammaphotonen werden.

Compton Gamma Ray Observatory

[Compton Gamma Ray Observatory] Auch unter der Abkürzung CRO bekanntes Satellitenobservatorium, das im April 1991 von der NASA gestartet wurde. Der Satellit hat vier Instrumente:

Compton-Streuung

[Compton scattering] Alternative Bezeichnung für den Compton-Effekt.

Concordia

[Concordia] Namensgebender Asteroid für die Concordia-Gruppe. Er hat die Nummer 58, 104 km Durchmesser, wurde 1860 von Karl Theodor Rober Luther entdeckt. Die Bahndaten: grosse Halbachse 2.703 AU, Umlaufzeit 4.44 Jahre, Periheldistanz 2.59 AU, Apheldistanz 2.82 AU, Inklination 5°.1. Concordia hat ein C-Klassen-Spektrum.

Concordia-Familie

[Concordia family] Eine Familie von Asteroiden. Sie liegt im Hauptgürtel mit mittleren Entferungen von 2.70 bis 2.75 AU von der Sonne mit Bahninklinationen zwischen 4° und 6°. Die drei grössten Mitglieder Concordia, Nemesis und Isabella haben C-Klassen-Spektren.

Cooling flow

[cooling flow] Ein vielleicht mit Kühlungsstrom zu übersetzender technischer Ausdruck für eine Mechanismus, welcher heisses Gas in elliptische Riesengalaxien in den Zentren von Galaxienhaufen einfliessen lässt. Durch die Verdichtung in den Galaxien wird die Kühlung des Gases effizienter, wodurch sich der Druck verringert, und weiteres Gas nachströmen kann. Das Gas kann ins Zentrum oder nahe dahin der Galaxie strömen. Was dort damit passiert, ist indes noch unklar. Es konnten bislang keine Beweise für die Entstehung von Sternen erbracht werden, oder für ein “Füttern” eines zentralen supermassiven Schwarzen Loches. Eventuell wird das Gas aber in aktiven Phasen des Galaxienkerns verbraucht, wenn Wechselwirkungen in der Akkretionsscheibe eines zentralen Schwarzen Loches harte Strahlung und Jets von mit hoher Geschwindigkeit ausströmenden Gases produzieren.

Copernicus

[Copernicus] Ein Mondkrater, am Rande des Oceanus Procellarum gelegen, von 90 km Durchmesser und etwa 5500 m hochen Randgebirge. Bei Vollmond sind seine bis 500 km langen Strahlen gut sichtbar. Benannt nach dem polnischen Kirchenmann und Astronomen Nikolaus Kopernikus (Nikolaj Koppernigk).

Copernicus-Satellit

[Copernicus spacecraft] Einer der OAO-Satelliten der NASA (OAO-3), der am 21.8.1972 gestartet wurde und mit Gamma-, Röntgen- und UV-Instrumenten ausgestattet war. Er war bis 1980 in Betrieb. Ausgestattet war er mit einem 0.81 m UV-Teleskop zur UV-Spektroskopie von heissen Sternen im Wellenlängenbereich von 70 nm - 300 nm. Drei kleinere Röntgenteleskope waren ebenfalls mit an Bord. Weitere Forschungsergebnisse konnten im Bereich der Interstellaren Materie (ISM) erzielt werden durch Beobachtung des Absorptionsverhaltens von ISM vor Sternspektren.

Coprates

[Coprates] Eine dunkle, langgezogene Struktur auf der Marsoberfläche bei -15° Breite, 65° Länge, welches auch als Valles Marineris bekannt ist. Es handelt sich um eine ausgedehntes Canyonsystem. Ein alter Name ist Agathodaemon.

Cor Caroli

[Cor Caroli] Name des Doppelsterns alpha Canum Venaticorum. Die hellere Komponente ist vom Spektraltyp A0 und hat eine scheinbare Helligkeit von 2.9 mag. Es ist der Prototyp für die magnetischen Variablen (Alpha Canum Venaticorum Veränderliche), die neben der Helligkeitsveränderung auch eine Variabilität der Spektren zeigen. Die Helligkeitsvariationen hier sind 0.1 mag mit einer Periode von 5.5 Tagen. Die schwächere Komponente ist vom Spektraltyp F0 mit einer scheinbaren Helligkeit von 5.6 mag. Die Entfernung beträgt 40 pc.

Cordelia

[Cordelia] Der innerste Uranusmond, der auf einer Kreisbahn von 49750 km in 8.1 h den Uranus umläuft. Sie wurde 1986 von Voyager 2 entdeckt und ist zusammen mit Ophelia Hirtenmond für den epsilon Ring des Uranus. Ihr Durchmesser ist etwa 50 km.

Córdoba Durchmusterung

[Córdoba Durchmusterung] Der Südhimmelsteil der Bonner Durchmusterung, der in Córdoba, Argentinien, für die Deklinationen -22° bis -90° erstellt wurde. Sie enthält 614000 Sterne.

Corioliskraft

[Coriolis force] Eine Scheinkraft, die bewegte Körper, Flüssigkeiten oder Gase auf den Oberflächen rotierender Körper ablenkt. Auf der Erde verspüren bewegte Objekte auf der Nordhalbkugel eine Ablenkung nach rechts, auf der Südhalbkugel nach links. Am Äquator wirkt die Corioliskraft senkrecht zur Oberfläche. Die Corioliskraft ist verantwortlich für die “Aufwicklung” der Zyklone (Tiefdruckgebiete) und Antizyklone (Hochdruckgebiete). Vor der allgemeinen Berechung durch Gustave Gaspard de Coriolis hat der englische Meteorologe George Hadley 1735 den Einfluss der Erdrotation auf die Bewegung der Luftmassen erkannt.

Corona

[corona] Lateinisches Wort für Krone oder Kranz. Die Mehrzahl ist Coronae, der Genitiv ebenfalls Coronae. In der Planetologie bezeichnet man Struktureinheiten auf Planeten mit konzentrischen Strukturen um einen kreisförmigen oder ovalen Kern als Coronae. In der Sonnen- und Stellarphysik bezeichnet man die heissen, äussersten Schichten der Sternatmosphären als Corona oder Korona. Diese haben Temperaturen von mehr 1 Mio Kelvin und sind daher hochionisiert (Sonnenkorona).

Corona Australis

[Corona Australis] Ein kleines Sternbild am Südhimmel mit dem Genitiv Coronae Australis, der Abkürzung CrA und dem deutschen Namen Südliche Krone. Ein alternativer Name ist Coronae Austrinus. Obwohl die hellsten Sterne (alpha und beta) gerade 4.1 mag hell sind, ist aufgrund der Anordnung relativ leicht zu erkennen.

Corona Borealis

[Corona Borealis] Sternbild am Nordhimmel mit dem Genitiv Coronae Borealis, der Abkürzung CrB und dem deutschen Namen Nördliche Krone. Von Mitteleuropa aus am besten im Sommer sichtbar. Der hellste Stern, alpha Coronae Borealis, heisst Gemma (Edelstein) oder Alphecca und hat eine scheinbare Helligkeit von 2.2 mag. R Coronae Borealis ist der Prototyp einer Gruppe von Veränderlichen, die plötzlich und unvorhersehbar verblassen. T Coronae Borealis ist eine rekurrierende Nova, die 1866 und 1946 beobachtete Ausbrüche hatte. Der Stern wurde bis 2 mag hell, und fiel innert eines Monats auf 10.8 mag, seine übliche Helligkeit. Kleinere Ausbrüche wurden im UV beobachtet. Es ist ein spektroskopischer Doppelstern mit einem Roten Riesen und einem Weissen Zwerg und einer Umlaufperiode von 227.6 Tagen. Im englischen Sprachraum auch als Blaze Star bekannt.

Coronal transients

[coronal transients?] Rasche Störungen in der Sonnenkorona im Gefolge von Flares oder Protuberanzenausbrüchen. Dabei wird koronale Materie blasenförmig nach aussen geworfen. Im Extremfall können diese Blasen die Grösse der Sonnenscheibe erreichen.

Corvus

[Corvus] Sternbild am Südhimmel mit dem Genitiv Corvi, der Abkürzung Crv und dem deutschen Namen Rabe. Von Mitteleuropa aus im Frühling knapp über dem Horizont sichtbar. Der hellste Stern, gamma Corvi, hat eine scheinbare Helligkeit von 2.6 mag.

Cos-B

[Cos-B] Europäischer Satellit (ESA) mit einem Gammaobservatorium, der am 9.8.1975 gestartet wurde. Er war bis April 1982 im Einsatz. Er hatten einen elliptischen Orbit um die Erde. Hauptuntersuchungsgebiet waren Gammaquellen in der galaktischen Ebene im Energiebereich von 70 MeV bis 5 GeV (2.5 · 10-7 nm - 2 · 10-5 nm. Als Detektor wurden Wolframplatten und Funkenkammern eingesetzt: die Gammaquanten erzeugen in den Platten Elektron-Positron-Paare, die in der Funkenkammer nachgewiesen werden können. Zu den bekanntesten Entdeckungen gehören der Crab- und der Velapulsar sowie der Quasar 3C273.

Cosmic Background Explorer

[Cosmic Background Explorer] Ein Satellit der NASA, gestartet im November 1989, ausgestattet mit einem IR- und Mikrometerwellenobservatorium. Das Ziel der Mission war, die kosmische Hintergrundstrahlung (KHS, oder CBR für Cosmic Background Radiation) zu messen. Unregelmässigkeiten in der KHS wurden mit einer Dreiergruppe von Differential Microwave Radiometers (DMRs) vermessen; das Ergebnis waren Fluktuationen von der Grösse 1/100000. Das Far-Infrared Absolute Spectrometer (FIRAS) vermass das Spektrum der KHS, welches ein nahezu perfektes Schwarzkörperspektrum von 2.73 K ist. Das Diffuse Infrared Background Experiment (DIRBE), welches Protogalaxien, bzw. Galaxien in frühen Entstehungsstadien finden sollte.

Cosmos-Satelliten

[Cosmos-satellites] Auch Kosmos-Satelliten. Die Nachfolger der Sputniks, die seit März 1962 von der Sowjetunion und nachfolgend von Russland für alle erdenklichen Zwecke eingesetzt werden.

COSPAR

[COSPAR] Eine in Paris logierende Organisation, die wissenschaftliche Programme, die anlässlich des Internationalen Geophysikalischen Jahres (1958) gestartet wurden, fortführen soll. Mit vollem Namen heisst sie Committee on Space Research. Gegründet wurde sie vom International Council of Scientific Unions.

Coudé-Fokus

[coudé focus] Ein Brennpunkt, der bei äquatorial montierten Teleskopen in der Polachse liegt. Das Licht wird vom Hauptspiegel auf einen konvexen Sekundärspiegel auf einen planen Tertiärspiegel in die Deklinationsachse gelenkt, und dort über zwei weitere Planspiegel in die Polachse eingelenkt. Da der Coudé-Fokus stationär ist, eignet er sich für den Anschluss von schweren Geräten, oft in einem eigenen Coudé-Raum. Häufig handelt es sich dabei um Spektrografen. Coudé ist französisch und bedeutet Ellbogen, was auf die Form des Strahlengangs hinweist.

Coudé-System

[Coudé-system] Eine Spiegelteleskop mit einem Coudé-Fokus.

Couder-Teleskop

[Couder telescope] Ein nach dem französischen Optiker André Couder benannter Teleskoptyp, der auf einem Ritchey-Chrétien-Typ basiert. Er hat einen asphärischen konkaven Hauptspiegel und einen konkaven elliptischen Sekundärspiegel. Diese Teleskope haben ein weites Gesichtsfeld, ein kleines Öffnungsverhältnis und sind frei von Koma, Astigmatismus und sphärischer Aberration. Nachteilig sind das gekrümmte Bildfeld und, dass der Fokus im Instrument liegt, und somit nicht für visuelles Beobachten geeignet ist.

Cp

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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c.p.m.

[c.p.m.] Abkürzung für common proper motion.

C-Prozess

[C-process] Fusionsprozess in massereichen Sternen, in welchen Kohlenstoff zu Magnesium und Neon verbrannt wird. Der C-Prozess benötigt Temperaturen von 800 Mio K. Der Prozess kann nur noch sehr kurze Zeit unterhalten werden, und bringt dem Stern nur noch wenig Energie im Vergleich mit der Wasserstofffusion und dem Triple-Alpha-Prozess, in welchem das hier verbrennende 12C entsteht. Allerdings ist der Prozess wie der bei mehr als einer Milliarde K einsetzende O-Prozess für die Elementsynthese von entscheidender Bedeutung für die Produktion schwerer Elemente bis 56Fe (Eisen).

CP-Sterne

[CP-stars] Sterne mit chemischen Besonderheiten (Chemical Peculiarities), das heisst, die Sterne haben (starke) Abweichungen von der üblichen Elementzusammensetzung in ihren Atmosphären.

Cr

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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CrA

[CrA] Abkürzung für das Sternbild Corona Australis.

Crabnebel

[Crab Nebula] Slangausdruck für Crab nebula oder Krebsnebel.

Crab nebula

[Crab Nebula] Englische Bezeichnung für den Krebsnebel.

Crab Pulsar

[Crab pulsar] Übliche Bezeichnung für den Pulsar PSR 0531+21 (in älteren Quellen auch noch als NP0532 genannt) im Krebsnebel. Der Crab Pulsar gehört zu den Millisekunden-Pulsare mit einer Rotationsperiode von 33.3 ms. Die Dezelerationsrate beträgt 36.4 ns pro Tag; d.h. die Rotationsdauer nimmt pro Tag um diese 36.4 ns (Nanosekunden = Milliardstel Sekunden) zu. Die dabei verlorengehende Rotationsenergie geht in Mitbewegung der Magnetosphäre des Neutronensterns, in welchem Teilchen auf relativistische Geschwindigkeiten beschleunigt werden und stark gebündelte Synchrotronstrahlung aussenden. Der Crab Pulsar stammt aus der Supernovaexplosion von 1054 und ist einer der jüngsten beobachtbaren Pulsare. Entdeckt wurde er 1968 im Radiobereich (daher auch als Taurus A bekannt), 1969 konnte er erster Pulsar im optischen Wellenlängenbereich nachgewiesen werden. Er erscheint im visuellen als Stern 16 mag. Der Crab Pulsar ist auch im Röntgen- und Gammalicht sichtbar. Die Entfernung ist etwa 2 kpc.

CrAO

[CrAO] Abkürzung für das Crimean Astrophysical Observatory, das ukrainische Astrophysikalische Observatorium auf der Krim.

Crater

[Crater] Sternbild am Südhimmel mit dem Genitiv Crateris, der Abkürzung Crt und dem deutschen Namen Becher (ursprünglich aus dem Griechischen = Mischkrug). Der hellste Stern, delta Crateris, hat eine scheinbare visulle Helligkeit von 3.6 mag. Das Sternbild ist sehr unauffällig. Auch sonst bietet es nichts Besonderes.

CrB

[CrB] Abkürzung für das Sternbild Corona Borealis.

Crêpe-Ring

[crêpe ring] Populäre Bezeichnung für den C-Ring des Saturn. Er liegt innerhalb des B-Rings und hat eine Dicke von 17500 km. Die Innenseite ist 74500 km vom Saturnmittelpunkt entfernt. Er ist nicht sehr prominent.

Cressida

[Cressida] Einer der kleinen Monde des Uranus. Es ist der viertinnerste Mond mit einem Abstand von 61780 km und einer Umlaufperiode von 0.464 Tagen = 11.1 Stunden. Ein alternativer Name ist Uranus IX. Der Durchmesser ist nur 62 km. Er wurde von Voyager 2 im Jahr 1986 entdeckt. Die Bahnebene liegt sehr gut in der Äquatorebene des Uranus.

Crimean Astrophysical Observatory

[Crimean Astrophysical Observatory] In Nauchny, 600 m über dem Meer, auf der Krim gelegenes Observatorium mit einem 2.6 m Spiegelteleskop, zwei 1.25 m Reflektoren, einem 1 m Sonnenteleskop und einem Gammateleskop. Weiter gehören Teleskop am und auf dem Berg Koschka in der Nähe von Simeis zum CrAO, darunter ein 22 m Radioteleskop. Das Observatorium wurde 1912 als Aussenstelle des Pulkovo Observatoriums gegründet, im 2. Weltkrieg zerstört und anschliessend wieder aufgebaut. Bis 1991 wurde es von der Akademie der Wissenschaften der UdSSR betrieben, seither von der Ukraine.

Crt

[Crt] Abkürzung für das Sternbild Crater.

Cru

[Cru] Abkürzung für das Sternbild Crux.

Crux

[crux] Lateinischer Name des südlichen Sternbildes mit dem Genitiv Crucis, der Abkürzung Cru und dem deutschen Namen Kreuz (des Südens). Die vier hellsten Sterne ergeben ein kleines Kreuz. Es wird oft mit dem false cross, dem flaschen Kreuz, in seiner Nachbarschaft verwechselt, welches grösser erscheint. Die Milchstrasse zieht sich durch das Kreuz des Südens, in welchem eine markante Dunkelwolke, der Kohlensack, liegt. Der hellste Stern, alpha crucis oder Acrux, hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 0.76 mag. Er ist etwa 150 pc entfernt und ein visueller Doppelstern, beide Komponenten vom Spektraltyp B. Beta Crucis oder Mimosa hat eine scheinbare visuelle Helligkeit von 1.2 mag, gamma Crucis 1.6 mag und delta Crucis 2.8 mag. Epsilon Crucis fungiert als “Symmetriebrecher” des sonst gleichmässig geformten Drachens oder Kreuzes. Alle anderen Sterne sind schwächer als 4 mag. Erwähnenswert ist noch das Schmuckkästchen, ein offener Sternhaufen, NGC 4755, um den Stern kappa Crucis.

Crv

[Crv] Abkürzung für das Sternbild Corvus, zu Deutsch Rabe.

Cs

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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C-Stern

[C-star] Kurzbezeichnung für Kohlenstoffsterne, in der Morgan-Keenan-Klassifikation. Das sind Sterne der Spektralklasse R und N in der Harvard-Klassifikation (also ähnliche Spektren wie M), und der Leuchtkraftklasse III, also Rote Riesen. Die Sterne zeigen starke Absorptionsbande der Moleküle CN (Zyan oder Cyan), CO (Kohlenmonoxid) und Kohlenstoff C2. Oft zeigen sie auch Lithiumlinien.

Ct

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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CTIO

[CTIO] Abkürzung für das Cerro Tololo Inter-American Observatory.

Ct

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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Cusp

[cusp]

Cusp-Kappe

[cusp cap] In der Regel für die hellen Kappen an den “Hörnern” (Cusps) der Venus verwendete Bezeichnung, die an die Polkappen erinnert.

Cv

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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CVn

[CVn] Abkürzung für das Sternbild Canes Venatici, zu deutsch Jagdhunde.

Cy

Ca Cc Cd Ce Ch Ci Cl Cm Cn Co Cp Cr Cs Ct Cu Cv Cy

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Cyg

[Cyg] Abkürzung für das Sternbild Cygnus, zu deutsch Schwan.

Cyg A

[Cyg A] Abkürzung für die Radioquelle Cygnus A.

Cygnus

[Cygnus] Lateinischer Name des Sternbilds Schwan mit dem Genitiv Cygni und der Abkürzung Cyg. Es ist ein prominentes Sternbild am Sommerhimmel auf der Nordhemisphäre, das manchmal auch als Kreuz des Nordens bezeichnet wird. Das Band der Milchstrasse läuft entlang des “Körpers” des Schwans. Der hellste Stern, alpha Cygni oder Deneb, bildet zusammen mit der Wega und Atair das Sommerdreieck. Es hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 1 mag. Albireo oder beta Cygni, der Kopfstern des Schwans, ist ein enger visueller Doppelstern mit einer roten und einer blauen Komponente. Weitere bekannte Objekte sind der Doppelstern 61 Cygni, welcher der erste Stern ist, von welchem die Entfernung bestimmt werden konnte. P Cygni ist ein veränderlicher blauer Überriese mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 5 mag. SS Cygni ist die hellste bekannte Zwergnova. NGC 6826 ist ein Planetarischer Nebel. Viele Sternhaufen, am bekanntesten der offene Haufen M39, liegen im Schwan, als auch eine ganze Reihe von Gas- und Dunkelwolken wie dem Nordamerikanebel und dem Cygnusbogen. Desweiteren sind die Radiodoppelquelle Cygnus A, eine der stärksten Radioquellen des Himmels, und die Röntgenquelle Cygnus X-1, die als erster guter Kandidat für ein schwarzes Loch von stellarer Masse gilt. Es gibt noch vier weitere Röntgenquellen im Cygnus.

Cygnus A

[Cygnus A] Die nach der Sonne und Cassiopeia A dritthellste Radioquelle des Himmels ist diese Doppelradioquelle im Schwan. Das optische Gegenstück, 1952 identifiziert, ist eine elliptische Galaxie in einer Entfernung von etwa 250 Mpc. Die Quelle der Radiostrahlung könnten die beiden Kerne von zwei verschmelzenden Galaxien sein.

Cygnus X-1

[Cygnus X-1] Röntgendoppelstern im Sternbild Cygnus, dessen optisch unsichtbare eine Komponente als Kandidat für ein Schwarzes Loch stellarer Masse gilt. Die andere Komponente ist ein Überriese mit geschätzt 20 Sonnenmassen. Aus der Dopplerverschiebung der sichtbaren Komponente kann man die Masse des Schwarzen Loch-Kandidaten auf 5 bis 15 Sonnenmassen berechnen, je nach Annahme der Inklination der Bahn relativ zur Beobachtungsrichtung. Da diese Masse für einen Neutronenstern deutlich zu gross ist, wird die Annahme eines Schwarzen Loches als plausibel gewertet.

Cygnus X-3

[Cygnus X-3] Ebenfalls eine Röntgendoppelquelle, die auch im Very High Energy (VHE)-Bereich periodische Strahlung aussendet. Damit ähnelt sich Herkules X-1.

Cygnus X-5

[Cygnus X-5] Diffuse Röntgenquelle, die mit Teilen des Cygnusbogens, eines Supernovaüberrestes, übereinstimmt.

Cyg X-1

[Cyg X-1] Abkürzung für die Röntgenquelle Cygnus X-1.

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